New York City – Regelmäßige Tai-chi-Übungen können Gleichgewichtsstörungen lindern. In einer Studie war der chinesische Volkssport (Taijiquan) auch bei Patienten wirksam, die auf konventionelle Behandlungsmethoden nicht angesprochen hatten. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der American Academy of Otolaryngology - Head and Neck Surgery in San Diego bekannt gegeben.
In einer laufenden Studie hat der New Yorker HNO-Arzt Paul Lee 18 Männern und 3 Frauen mit vestibulären Symptomen zu regelmäßigen Übungen in einer Variante des chinesischen Schattenboxens geraten.
Das moderne Tai-chi hat sich weit von der ursprünglichen Form der Selbstverteidigung entfernt. Es handelt sich eher um eine Abfolge von gymnastischen Übungen, bei denen die Patienten in einer Abfolge von fließenden Bewegungen bestimmte Körperhaltungen einnehmen.
Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass dies ein gutes Training für den Gleichgewichtssinn ist. Lee rät deshalb seinen Patienten mit vestibulären Störungen zu diesem Training. Nach den in San Diego vorgestellten Daten ist die Therapie selbst dann erfolgreich, wenn medikamentöse Therapien nicht mehr zum Erfolg führen. Der „Dynamic Gait Index“ und der „Activity Balance Confidence“-Score besserten sich um mehrere Punkte.
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