Brighton – Eine Mutation im beta-adrenergen Rezeptor (ADRB2) vermindert die Wirkung von Beta-Agonisten, die als Bronchodilatatoren eine wichtige Grundlage der Asthmatherapie bilden. Nach einer Studie im Journal of Allergy and Immunology (2009; doi: 10.1016/j.jaci.2009.07.043) leiden die betroffenen Kinder häufiger unter Exazerbationen.
Nach den Angaben von Somnath Mukhopadhyay von der Brighton and Sussex Medical School ist jedes neunte asthmakranke Kind (13 Prozent) homozygoter Träger der Variante Arg16 im ADRB2-Gen. Frühere Studien ließen bereits vermuten, dass die Mutante die Wirkung von Beta-Agonisten vermindert.
Diese sind als kurzwirkende Substanzen wie Salbutamol das häufigste Notfallmedikament („Reliever“). Langwirksame Substanzen wie Salmeterol oder Formoterol werden auch zur Intervalltherapie („Controller“) eingesetzt.
Die jetzt publizierte Studie an 1.182 Patienten im Alter von 3 bis 22 Jahren bestätigt die Bedenken. Kinder und Jugendliche, die heterozygot auf das Merkmal waren, erkrankten zu 30 Prozent häufiger an Asthmaattacken. Bei homozygoten Merkmalsträgern war das Risiko nach Angaben in der Pressemitteilung sogar verdoppelt.
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