Edinburgh – Patienten mit Zöliakie bilden Autoantikörper, die ein für die Regulation des Knochenstoffwechsels zentrales Protein ausschalten können. Die Folge ist nach einer Studie im New England Journal of Medicine (NEJM 2009; 361: 1459-1465) eine beschleunigte Osteoporose, die jedoch auf eine Therapie mit Bisphosphonaten anspricht.
Die Osteoporose, die häufig bei Patienten mit Zöliakie beobachtet wird, lässt sich plausibel auf die Atrophie der Darmzotten in der Dünndarmmukosa zurückführen, die das zentrale Merkmal der gluteninduzierten Enteropathie ist.
Die gestörte Absorption schränkt auch die Aufnahme von Kalzium und Vitamin D ein, was eine Mineralisationsstörung des Knochens zur Folge haben kann. Die empfohlene Therapie besteht deshalb, neben der Meidung von klebereiweißhaltigen Speisen, in der Substitution von Kalzium und Vitamin D.
Diese Maßnahmen führten bei einem Patienten, über den die Gruppe um Stuart Ralston vom Institute of Genetics and Molecular Medicine an der Universität Edinburgh berichten, nicht zum Ziel. Der 40-jährige Mann litt an einer ungewöhnlich schweren Osteoporose, die nicht durch einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium erklärt werden konnte.
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