Verhalten von Angehörigen beeinflusst Schmerzempfinden
Freitag, 9. Oktober 2009
Berlin – Das Verhalten des Partners kann über das Befinden von Schmerzpatienten entscheiden. Das ist das Ergebnis von Studien, die Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress Anfang Oktober in Berlin vorgestellt haben. Demnach hilft soziale Unterstützung im Kampf gegen den Schmerz, übermäßige Besorgnis oder auch Bestrafung verschlimmern aber die Situation.
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„Angehörige haben mit dem Patienten deutlich mehr zu tun als Ärzte und Therapeuten, weshalb ihr Einfluss auf das Bestehen des Schmerzes in der Regel stärker ist und oft trotz kurzfristiger Erfolge einer stationären oder teilstationären Therapie zur Rückkehr zum Ausgangszustand beiträgt", sagt Rainer Sabatowski vom UniversitätsSchmerzCentrum Dresden.
In der Familie entstünden Gewohnheiten, die die Gesundheit fördern oder aber behindern können. In den letzten Jahren habe sich zudem gezeigt, dass die Behandlung von Patienten in interdisziplinären Zentren erfolgreicher war, je mehr sie von ihren Familien unterstützt wurden. „Im Beisein besonders fürsorglicher Angehöriger waren die Schmerzpatienten jedoch häufig klagsamer und hatten stärkere funktionale Einschränkungen als ohne ihre Partner“, so der Experte.
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