Berlin – Die CSU prescht in den Koalitionsverhandlungen mit einem Reformvorschlag für den umstrittenen Gesundheitsfonds vor. „Wenn man den Fonds behalten will, muss es grundlegende Änderungen geben“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder der „Süddeutschen Zeitung“ vom Samstag. Dazu gehöre eine stärkere Regionalität: „Bayern darf nicht länger benachteiligt werden.“ Zweifel äußerte Söder an der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.
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Die Gesundheitsexperten von Union und FDP wollen heute über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sprechen und dabei das zentrale Streitthema Gesundheitsfonds angehen. „Der Ulla-Schmidt-Teil des Fonds muss entfernt werden“, forderte Söder. Die Kassen müssten wieder mehr Spielraum erhalten und dürften nicht mehr an der zentralistischen Leine liegen.
Nach Vorstellung der CSU sollen künftig nur noch 14 Prozent der Beiträge in den Fonds fließen. Die restlichen 0,9 Prozent sollen in die Finanzautonomie der Kassen gestellt werden. Das heißt, je nach Kassenlage können diesen Teil des Beitragssatzes senken oder anheben. Nach kurzer Zeit werde sich daraus ein Beitragswettbewerb entwickeln, heiße es.
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