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Kliniken bei Dekubitusvorbeugung schlechter als Heime

Montag, 12. Oktober 2009

Berlin – Deutsche Kranken­häuser bleiben in Sachen Dekubitusvorbeugung hinter den Pflegeheimen zurück. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen Erhebung des Instituts für Medizin-/ Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft am Campus Charité Mitte.
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Demnach weisen im Durchschnitt zehn Prozent aller bewegungsunfähigen Patienten in Pflegeheimen einen Dekubitus auf. In Kliniken waren es 27 Prozent. „Das liegt sicher auch an der deutlich häufigeren Versorgung der Heimbewohner mit modernen Pflegehilfsmitteln“, erklärt Charité-Projektleiter Nils  Lahmann.

So erhielten 35 Prozent der dauernd bettlägerigen Heimbewohner ein sogenanntes dynamisches Lagerungssystem, also eine Matratze, die automatisch für Druckausgleich sorgt. In den Kliniken waren es nur rund 17 Prozent.

„Insgesamt ist die Häufigkeit von Druckgeschwüren seit Beginn unserer Erhebung im Jahr 2001 deutlich zurückgegangen“, erklärt Lahmann. Sorgen bereiten ihm jedoch die großen Unterschiede zwischen den Häusern. So gebe es Heime und Kliniken, in denen sich die schmerzhaften Wunden bei bis zu 70 Prozent der Angehörigen einer Risikogruppe zeigten.

In anderen Einrichtungen trete der Dekubitus kaum noch auf. „Druckgeschwüre können ganz aus unseren Heimen und Kliniken verschwinden. Dieses Ziel ist erreichbar“, ist Lahmann überzeugt. An der Befragung nahmen 76 Pflegeheime und 15 Krankenhäuser mit insgesamt 8.451 Bewohnern oder Patienten teil. © hil/aerzteblatt.de

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Bretscher
am Dienstag, 13. Oktober 2009, 20:10

Birnen oder Prävealenz

ist eigentlich nicht Frage. Natürlich ist eine höhere Anzahl von neuen Dekubitalgeschüren zu erwarten, wenn Bettlägerige akut erkranken. Nur akut schwer Erkrankte z.B. sind also vergleichbar oder Gesunde mit Gesunden - die sollte es in einer Klinik eigentlich nicht geben.
jupp
am Dienstag, 13. Oktober 2009, 14:55

Inzidenz oder Prävalenz

Handelt es sich um die Inzidenz von Dekubitalulzera, also deren neu auftreten während des Krankenhausaufenthaltes? oder handelt es sich um die Prävalenz, also das Vorhandensein dieser Druckgeschwüre unabhängig davon, ob sie bei Aufnahme bereits bestanden oder nicht? Das wäre die Information die zur Interpretation der Meldung notwendig wäre.
Bretscher
am Montag, 12. Oktober 2009, 23:09

Äpfel und Birnen

Im Heim lebt der Pflegebedürftige unter normalen Bedingungen, nicht vergleichbar der Situation einer akuten Erkrankung wie Sepsis, Pneumonie, Schlaganfall, Herzinfarkt, Exsikkose, Ileus, gastrointestinaler Blutung usw in der Klinik. Man kann allenfalls Heim mit und oder Klinik mit Klinik vergleichen, falls vergleichbare Klientel vorliegen. Sinn machte auch ein Vergleich vonr ambulanter und stationäre Heimpflege. „Das liegt sicher auch an der deutlich häufigeren Versorgung der Heimbewohner mit modernen Pflegehilfsmitteln“ nach Nils Lahmann ist eine oberflächliche und wohl ignorante Bewertung einer Umfrage halt, die ihre Ergebnisse selbst nicht interpretieren kann.
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