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Medizin

Sehstörungen verkürzen das Leben

Dienstag, 13. Oktober 2009

Sydney – Sehstörungen im Alter erhöhen einer Kohortenstudie in den Archives of Ophthalmology (2009; 127: 1347-1353) zufolge das Sterberisiko. Die meisten Sehstörungen haben für sich genommen zwar keinen Einfluss auf die Lebensdauer eines Menschen. Sie stellen jedoch für viele ältere Menschen eine starke Behinderung dar.

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Die Personen sind größeren Risiken im Straßenverkehr ausgesetzt, sie stürzen leichter, machen Fehler bei der Nahrungsaufnahme, verwechseln Medikamente, verzichten häufiger auf Arztbesuche, sind sozial isoliert, bewegen sich zu wenig.

Es gibt viele Faktoren, welche das Ergebnis der Studie von Michael Karpa vom Westmead Millennium Institute in Sydney erklären. Der Ophthalmologe ist dem Schicksal von 3.764 Australiern nachgegangen, die zwischen 1992 und 1994 an der Blue Mountains Eye Study teilgenommen hatten. Sie waren damals im Alter von 50 oder älter augenärztlich untersucht worden. Wie der Karpa zeigen, kann hatte der damalige Befund eine signifikante Auswirkung auf das Sterberisiko.

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Dreizehn Jahre nach der Erstuntersuchung waren 1.273 Teilnehmer gestorben. Insgesamt gingen Sehstörungen mit einem um 35 Prozent erhöhten Sterberisiko einher. Wenn die direkt auf das Augenleiden zurückzuführenden Ursachen nicht berücksichtigt wurden, war das Sterberisiko um den Faktor 2,4 erhöht.

Für Augenleiden, die nicht durch eine Brille korrigiert werden können, wurde sogar mehr als 5-fach erhöhtes Risiko gefunden. In den meisten Analysen waren die Sterberisiken bei den unter-75-Jährigen Patienten größer als bei den älteren Senioren. Der Grund ist offen. Möglicherweise unterschätzen jüngere Senioren die Risiken, die sich aus der Behinderung ergeben, während ältere Menschen vorsichtiger werden. © rme/aerzteblatt.de

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