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Internationales Abkommen gegen Organhandel gefordert

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Straßburg/New York – Eine gemeinsame Studie von Europarat und Vereinten Nationen (UN) fordert ein internationales Abkommen gegen Organhandel. Dabei müsse das Verbot im Mittelpunkt stehen, mit dem menschlichen Körper und seinen Teilen Gewinn zu erzielen, teilte der Europarat am Dienstagabend in Straßburg mit. Laut Schätzungen kämen fünf bis zehn Prozent aller Nierentransplantationen weltweit durch Organhandel zustande. 

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Die UN- und Europaratsstudie fordert, freiwillige Organspenden stärker zu ermutigen, um die Knappheit an Spenderorganen zu vermindern. Dabei solle der Spendenentnahme bei Verstorbenen gegenüber Lebendspenden Priorität gegeben werden. Daneben müssten genauere Daten über den Umfang illegalen Organhandels erhoben werden. Bislang hätten die Täter nur ein geringes Risiko, entdeckt zu werden, könnten durch Organhandel aber zugleich enorme Gewinne erzielen. 

Illegaler Organhandel finde oft in Form von „Transplantations-Tourismus“ statt, so die Studie. Dabei reisten die häufig aus reichen Industrieländern stammenden Empfänger in Staaten, wo es keinen ausreichenden Schutz der Spender gebe. Die Autoren der Studie unterstreichen, ein Teil des Problems sei auch der Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme. Menschenhandel und Organhandel müssten mit unterschiedlichen Mitteln bekämpft werden. © kna/aerzteblatt.de

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