Berlin – Zum Auftakt der Jubiläums-Feierlichkeiten anlässlich ihres 300. Geburtstages begibt sich die Charité-Universitätsmedizin Berlin in den Weltraum. Charité-Vorstandsvorsitzender Karl Max Einhäupl spricht im Rahmen des Eröffnungsabends am 15. Oktober in einer Liveschaltung direkt mit den Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS.
Anlass ist ein Experiment, das die Forscher an Bord der ISS am gleichen Tag durchführen: Sie erproben das an der Charité unter Federführung von Hanns-Christian Gunga, dem Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin am Campus Benjamin Franklin, entwickelte „Thermolab“.
Dieses Gerät soll auf der Erde in absehbarer Zeit bei medizinisch notwendigen Dauermessungen das herkömmliche Fieberthermometer ersetzen. „Auf der ISS interessiert uns, wie sich die Körpertemperatur unter den besonderen Bedingungen der Schwerelosigkeit entwickelt“, erklärt Gunga.
Sehr viel erdverbundener zeigt sich die Charité in einer Vielzahl weiterer Jubiläumsveranstaltungen während der kommenden zwölf Monate. „Wir möchten uns als exzellente Forschungsstätte präsentieren, aber auch als in Berlin verwurzelte Institution, die nach 300 Jahren aus der Stadt nicht mehr wegzudenken ist“, sagt Einhäupl.
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