Berlin – Die Impfungen gegen das Schweinegrippe-Virus beginnen wie geplant in der 44. Kalenderwoche. Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Mittwoch in Berlin mitteilte, sind alle Vorbereitungen für die Impfungen abgeschlossen und die Impfpläne an die Länder verteilt. Eine neu eingerichtete Internetplattform sowie eine Telefonhotline sollen die Bürger über die Schweinegrippe und die Impfung informieren.
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Gleichzeitig traten BMG, Robert-Koch-Institut (RKI) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erneut der anhaltenden Diskussion über die Eignung des Impfstoffs Pandemrixentgegen: „Der Impfstoff wurde intensiv geprüft. Er ist sicher und wirksam“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder. Derzeit sind drei Impfstoffe europaweit zugelassen: Pandemrix, Celvapan und Focetria. „Es gibt keinen Impfstoff, der besser ist als der andere“, betonte Schröder.
Das PEI geht davon aus, dass ein „sehr guter Impfschutz“ erreicht wird und erwartet keine starken Nebenwirkungen. Im schlimmsten Fall gebe es „eine kleine Fieberreaktion“. Dies sei den vorangegangen Studien zufolge jedoch „sehr selten“ zu erwarten. Häufiger könnten Hautrötungen und Schmerzen an der Einstichstelle auftreten.
Auch die Impfung von Schwangeren kann vorerst mit dem Impfstoff Pandemrix erfolgen. Allerdings empfehlen die Experten eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse, da ein möglicherweise auftretendes Fieber dem Ungeborenen schaden könne. Der Impfstoff sei aus „ethischen Gründen“ bislang nicht an Schwangeren getestet worden, sagte ein Experte des PEI in Berlin. Derzeit wird an einem speziellen Impfstoff für Schwangere gearbeitet. Er soll nach Angaben des PEI aber frühestens Ende November auf dem Markt sein.
Um mögliche Nebenwirkungen der Impfung im Blick zu haben, soll es ein sogenanntes Schwangerschaftsregister geben. Geimpfte Schwangere werden dafür deutschlandweit durch ausgewählte Impfzentren beobachtet. Grundsätzlich sind die Impfstoffhersteller verpflichtet, regelmäßig Berichte über Nebenwirkungen der Impfungen vorlegen.
Ab sofort steht im Internet unter http://www.neuegrippe.bund.de/ eine Internetplattform zur Schweinegrippe zur Verfügung. Zudem können unter der Rufnummer 030/346465100 (montags bis freitags von acht bis 18 Uhr) Informationen abgerufen werden.
Zunächst sollen Risikogruppen geimpft werden. Dazu gehören Beschäftigte im Gesundheitswesen und chronisch Kranke. Kinder von sechs Monaten bis neun Jahren erhalten zur besseren Verträglichkeit zwei halbe Erwachsenendosen im Mindestabstand von drei Wochen. Patienten zwischen zehn und sechzig Jahren bekommen einmalig eine volle Dosis.
Für die über 60-Jährigen sind derzeit zwei Impfdosen vorgesehen. Allerdings soll erst in der zweiten Novemberhälfte entschieden werden, ob eine zweite Impfung wirklich notwendig ist.
Wie das RKI in Berlin mitteilte, gibt es in Deutschland derzeit 23.000 gemeldete Fälle der Schweinegrippe. Die Tendenz sei in den vergangenen Wochen „leicht ansteigend“, was aber auf Grund der Jahreszeit als normal gilt. Naturgemäß wird in den kommenden Monaten mit einem weiteren Anstieg von Grippeerkrankungen gerechnet und damit auch mit mehr Fällen von Schweinegrippe.
Das RKI spricht derzeit von „einem milden Verlauf“ der Epidemie, warnt aber davor, sich in Sicherheit zu wiegen. Das Schweinegrippe-Virus könne leicht mutieren, deshalb sei ein zukünftiger Verlauf nicht vorhersehbar. Auch die vergleichsweise hohe Zahl Grippeerkrankter in der Sommerzeit sei ein Warnsignal. Zudem wisse man, dass selbst bei gesunden Personen ohne chronische Erkrankungen oder anderen Schwächungen des Immunsystems das Schweinegrippe-Virus schwere Verläufe haben könne. Deshalb sei es „unverantwortlich“ so zu tun, als sei alles normal.
Dass die Schweinegrippe in Deutschland verglichen mit anderen Ländern bislang glimpflich verlaufen ist, führt das Institut auf die früh begonnenen Schutzmaßnahmen und das gute deutsche Gesundheitssystem zurück. Die Erkrankungen seien von den Ärzten rechtzeitig erkannt worden und die gute Intensivmedizin in den Kliniken habe schwere Verläufe eindämmen können.
Die Entscheidung des BMG für den Impfstoff Pandemrix war in die Kritik geraten, als bekannt wurde, dass Bundeswehrsoldaten mit Celvapan versorgt werden, weil es als verträglicher gilt. Anders als Pandemrix erhält der Wirkstoff keine Konservierungsstoffe und Wirkungsverstärker.
Die Entscheidung für Celvapan sei bei der Bundeswehr vor allem deshalb gefallen, weil die Soldaten innerhalb kurzer Zeit geimpft werden müssten, die Massenimpfung ziehe sich dagegen über Monate hin, sagte Schröder diese Woche.
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Ich verstehe nicht wie man stillschweigend zusehen kann wie sich hier Politiker und Pharmaindustrie gegenseitig das Geld in die tasche stecken und die Medien da mitmachen.
Im Arznei-telegramm 10/09 gibt es auch einen sehr aufschlussreichen Artikel zu H1N1: "H1N1: Fehleineschätzungen, Haftungsstellung und viel Geld"
(Ich hatte seit einer Woche keine Zeit mehr, hier die Nachrichten zu lesen, und weiß deshalb leider nicht, ob das, was im a-t steht, auch schon hier gestanden hat. Jedenfalls waren mir im a-t einige interessante Hintergründe aufgefallen, die ich vorher nicht gekannt hatte.)
Sind denn nun alle wahnsinnig geworden! DAS IST DOCH KRIMINELL!
<<Auch die Impfung von Schwangeren kann vorerst mit dem Impfstoff Pandemrix erfolgen. Allerdings empfehlen die Experten eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse, da ein möglicherweise auftretendes Fieber dem Ungeborenen schaden könne. Der Impfstoff sei aus „ethischen Gründen“ bislang nicht an Schwangeren getestet worden, sagte ein „Experte“ ...>>
<<Um mögliche Nebenwirkungen der Impfung im Blick zu haben, soll es ein sogenanntes Schwangerschaftsregister geben. Geimpfte Schwangere werden dafür deutschlandweit durch ausgewählte Impfzentren beobachtet.>>
Ich glaube die Parteipolitiker ("Gesundheitsstaatssekretär"?!) und Pharmalobbyisten (Professörchen der besonderen Couleur in den Vorzeigeinstituten). Was soll das werden? Ein Massenexperiment an der Deutschen Bevölkerung ... was soll das?!
Ich kann kaum glauben was ich da lese. Quasi pauschale Impfempfehlungen für Schwangere !?!?!? ... Seid Ihr denn alle wahnsinnig geworden.
Sind denn nun alle Wahnsinnig geworden! DAS IST DOCH KRIMINELL!
<<Auch die Impfung von Schwangeren kann vorerst mit dem Impfstoff Pandemrix erfolgen. Allerdings empfehlen die Experten eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse, da ein möglicherweise auftretendes Fieber dem Ungeborenen schaden könne. Der Impfstoff sei aus „ethischen Gründen“ bislang nicht an Schwangeren getestet worden, sagte ein „Experte“ ...>>
<<Um mögliche Nebenwirkungen der Impfung im Blick zu haben, soll es ein sogenanntes Schwangerschaftsregister geben. Geimpfte Schwangere werden dafür deutschlandweit durch ausgewählte Impfzentren beobachtet.>>
Ich glaube die Parteipolitiker ("Gesundheitsstaatssekretär"?!) und Pharmalobbyisten (Professörchen der besonderen Couleur in den Vorzeigeinstituten). Was soll das werden? Ein Massenexperiment an der Deutschen Bevölkerung ... was soll das?!
Ich kann kaum glauben was ich da lese. Quasi pauschale Impfempfehlungen für Schwangere !?!?!? ... Seid Ihr denn alle wahnsinnig geworden.
sollten im DÄ definitiv genannt und ausführlich dargestellt werden. Eine kompetente z.B. wenn´s denn wirklich interessiert: Arzneimittelbrief Jahrgang 43 Nr. 09 September 2009 "Schweinegrippe - eine inszenierte Pandemie als Konjunkturprogramm? ". Ich erwarte das als Arzt, denn so sinnlos blamiert und unglaubwürdig geworden wie alle die Gynäkologen, die ihren Schwangeren dringend zur Impfung rieten, könnten auch andere Fachrichtungen werden. Und jetzt geht´s im Schweinsgalopp zurück - Nutzen Risiko-Analyse. Ausgerechnet das RKI hatte doch noch am 12.10.09 die sofortige Impfempfehlung für alle Schwangere veröffentlicht. Und behauptet aus der Luft gegriffen, es sei die Leistung des Gesundheitssystems und der Intensivmedizin, die in Deutschland den milden Verlauf gebracht habe. Dümmlicher geht´s nicht, danke.
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