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Männer mit doppelt so hohem Risiko für Typ-II-Diabetes

Freitag, 16. Oktober 2009

Düsseldorf – Deutschland gehört zu den europäischen Ländern mit den meisten Typ-II-Diabetikern. In einer Kohortenstudie in Diabetic Medicine (2009; doi: 10.1111/j.1464-5491.2009.02863.x) erkrankte jeder zehnte Einwohner im Alter von 55 bis 74 Jahren innerhalb von 7 Jahren neu an einen Typ-II-Diabetes mellitus.

In der „kooperativen Gesundheitsforschung in der Region Augsburg“ oder KORA-Studie waren bis April 2001 etwa 1.350 zufällig ausgewählte Personen im Alter von 55 bis 74 Jahre auf das Vorliegen eines Typ-II-Diabetes mellitus untersucht worden. Bei jedem Sechsten (17 Prozent) war damals ein Typ-II-Diabetes mellitus diagnostiziert worden, von dem aber nur die Hälfte (8,4 Prozent) wusste.

Sieben Jahre später wurden jene Teilnehmer, die damals noch keine diabetische Stoffwechselstörung hatten, erneut untersucht. Die jetzt von Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf vorgestellte Auswertung ergab, dass jeder zehnte (10,5 Prozent) Teilnehmer neu am Typ-II-Diabetes mellitus erkrankt ist. Auffallend war ein hoher Anteil von Männern, die doppelt so häufig erkrankten wie Frauen.

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Neben dem Alter begünstigten auch eine positive Familienanamnese, Übergewicht, ein erhöhter Harnsäurespiegel und Rauchen das Auftreten eines Diabetes. Die stärksten Prädiktoren waren jedoch ein grenzwertig erhöhter Nüchternblutzucker (110 bis 125 mg/dl), der das Risiko für einen manifesten Diabetes um den Faktor 4,7 erhöhte, sowie ein pathologischer 2-Stundenwert im oralen Glukosebelastungstest (140-199 mg/dl), der mit einem Odds Ratio von 8,8 assoziiert war.

Fast die Hälfte der Hochrisikogruppe, Prädiabetiker, bei denen sowohl der Nüchternblutzuckerwert als auch der 2-Stundenwert erhöht war, erkrankte innerhalb der siebenjährigen Nachbeobachtung an einem manifesten Diabetes. © rme/aerzteblatt.de

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gussy
am Mittwoch, 14. Oktober 2009, 23:25

Einteilung des Diabetes mellitus

Es ist ein Armutszeugnis, wenn im DÄ, dem Organ der deutschen Ärzteschaft, der Diabetes mellitus weiterhin in I und II (römische Ziffern) eingeteilt wird. Insbesondere wenn Studien zitiert werden, die die seit 1997 von ADA, 1998 von der WHO und seit 2000 auch von der DDG eingeführte Klassifikation (arabisch 1 und 2 etc) verwenden!
Bin ich der einzige, der das bemerkt oder bin ich zu kleinlich?
Ich bitte, diesen peinlichen Fehler doch zukünftig zu korrigieren.

Danke

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