EU will Entwicklungsländern bei Familienplanung helfen
Donnerstag, 15. Oktober 2009
pa
Brüssel – Die EU-Kommission will Entwicklungsländern weiter bei der Förderung von Familienplanung und sexueller Gesundheit sowie Bekämpfung der Müttersterblichkeit helfen. Der zuständige Generaldirektor Koos Richelle sagte am Donnerstag in Brüssel, die Fortschritte bei der Bekämpfung der Müttersterblichkeit seien bislang zu gering. Unter den zehn Millenniums-Entwicklungszielen sei dieses Ziel dasjenige, bei dem die geringsten Verbesserungen erreicht worden seien.
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Richelle kündigte an, in den Jahren bis 2013 stünden noch 86 Millionen Euro zur Verfügung, die für Projekte zur Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verwendet werden könnten.
Weitere Mittel könnten bereitgestellt werden, wenn die Entwicklungsländer zustimmten. Nötig sei, dass die Entwicklungsländer selbst die Prioritäten festlegten. Projekte zu Familienplanung und Müttersterblichkeit könnten zudem nur erfolgreich sein, wenn die Gesellschaft des jeweiligen Landes in ihre Ausgestaltung einbezogen sei.
Der EU-Kommissions-Generaldirektor äußerte sich nach einer Konferenz mit Entwicklungsländern über Familienplanungs-Projekte. Dafür hatte die EU-Kommission in den vergangenen Jahren 32 Millionen bereitgestellt. Rund 20 Millionen gingen an den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA, rund zehn Millionen an Nichtregierungsorganisationen wie die Familienplanungsinitiative IPPF.
Richelle unterstrich, besonders junge Menschen müssten Adressaten der Maßnahmen sein, weil unter ihnen besonders häufig ungewollte Schwangerschaften aufträten. In ihren Schlussfolgerungen empfahlen die Konferenzteilnehmer zudem, mehr Fachkräfte beim medizinischen Personal für sexuelle und reproduktive Gesundheit auszubilden.
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