Ausland

Neuer Verband will Kosteneffizienz im Gesundheitswesen fördern

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Brüssel – Nur wenn das Innovationspotenzial im Gesundheitswesen voll ausgeschöpft werde, sei es möglich, die Finanzierung der europäischen Gesundheitssysteme nachhaltig zu sichern. Mit dieser Botschaft präsentierte sich ein neu gegründeter Verband zur Kosteneffizienz im Gesundheitswesen (Costeff) in Brüssel. Ins Leben gerufen hat die Interessenvertretung der saarländische Unternehmer Edwin Kohl, Gründer der Kohlpharma GmbH.

Costeff hat es sich zum Ziel gesetzt, dafür zu werben, dass künftig vor allem über den Parallelhandel auf den europäischen Markt gebrachten Arzneimitteln, Biosimilars und Generika sowie neuen Ansätzen in der Arzneimittelversorgung, wie Wochenblister und Technologien zur häuslichen Betreuung von Alten und Kranken (Ambient Asssisted Living) mehr Spielraum in der gesundheitlichen Versorgung eingeräumt wird.

„Angesichts eines zu erwartenden Defizits der gesetzlichen Krankenkassen von 7,4 Milliarden Euro für das kommende Jahr ist es dringender denn je notwendig, Möglichkeiten zur Kosteneinsparung auszuloten“, so Kohl bei der Auftaktveranstaltung von Costeff.

Jérôme Böhm von der Europäischen Kommission verwies auf die Herausforderungen für die europäischen Gesundheitssysteme unter anderem durch die zunehmende Überalterung der EU-Bevölkerung. Der Förderung eines gesunden, langen Lebens käme daher eine besondere Bedeutung zu. Böhm machte darüber hinaus deutlich, dass die europäischen Gesundheitssysteme von einer Vernetzung bei Kosten-Nutzen-Bewertung (HTA) innovativer Arzneimittel profitieren könnten. „Derzeit wenden nicht alle Staaten HTA-Verfahren an“, so der Kommissionsvertreter.

Eine verstärkte Nutzung grenzüberschreitender Gesundheitsangebote kann nach Ansicht des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Europäischen Parlament, Jo Leinen (SPD), ebenfalls zur Kosteneffizienz beitragen. Eine entsprechende EU-Richtlinie ist derzeit in Vorbereitung. © ps/aerzteblatt.de

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