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Rezeptfreie Abgabe für „Pille danach“ gefordert

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Baierbrunn – Die rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ in Deutschland hat der Leiter der Abteilung Arzneimittelsicherheit im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Ulrich Hagemann, gefordert. Fakten, nicht Weltanschauungen sollten entscheiden, ob ein Medikament aus der Verschreibungspflicht entlassen werde, sagte Hagemann der „Apotheken Umschau“.

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Es gebe weder toxische Risiken noch ein Abhängigkeitspotential. „Bei zu später Einnahme drohen keine Risiken für Mutter und Fötus.“ Ein Sachverständigenausschuss habe schon 2003 die Freigabe empfohlen. 

Im Gegensatz zu anderen großen Ländern in Europa müssten Frauen, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern möchten, in Deutschland erst zum Arzt gehen, „weil die Pille danach in Deutschland nicht nur eine medizinische, sondern auch eine politische Frage ist“, kritisierte Hagemann.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) wandte sich gegenüber der „Apotheken Umschau“ jedoch gegen die Rezeptfreiheit und möchte die Beratungspflicht durch den Arzt erhalten. Im Gespräch ergebe sich oft auch, dass ein Teil der Frauen die Pille gar nicht brauche, sagte der BVF-Vorsitzende in Hessen, Klaus König. © kna/aerzteblatt.de

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