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Politik

Erster Welt­gesund­heits­gipfel in Berlin eröffnet

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Berlin – Gesundheit für alle auf dem höchstmöglichsten Niveau zu erreichen – dieses Ziel verfolgt der erste World Health Summit. „Wir wollen alle – Regierungen, Politiker, Experten aus dem Gesundheitswesen, die Zivilgesellschaft und Unternehmensführer – an einen Tisch bringen, um eine stärkere Koordination und Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zu erreichen“, unterstrich Detlef Ganten, Präsident des Weltgesundheitsgipfels, Charité Berlin, bei der Eröffnung des Kongresses am Mittwoch in Berlin.
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Der World Health Summit 2009 bildet den Auftakt einer Reihe jährlich stattfindender Gipfel. Er findet unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy statt. 

Bis einschließlich Sonntag diskutieren rund 700 international führende Vertreter aus der medizinischen Forschung und der Gesundheitsversorgung aus mehr als sechzig Ländern über die Auswirkungen des  Klimawandels auf die Gesundheit, über den Zugang zu Gesundheitswesen, die Finanzierung von Gesundheitssystemen, den demografischen Wandel, Prävention und über Pandemien/Infektionskrankheiten sowie neue und bestehende Epidemien. Ein Schwerpunkt auf dem Gipfel ist die Entstehung von Krankheiten im evolutionären Kontext. 

Bereits am Vortag der Gipfeleröffnung hat sich die sogenannte M8-Alliance gegründet, eine von der Charité initiierte Koalition von international renommierten medizinischen Einrichtungen und Akademien der Wissenschaften. Aufgabe dieser Allianz soll während und im Anschluss des Gipfels sein, Lösungen für die diskutierten weltweiten Gesundheitsprobleme zu erarbeiten und gemeinsames Handeln zu koordinieren.

Zu der Allianz gehören bislang neben der Charité –Universitätsmedizin Berlin die Université Paris Descartes, die Monash University of Melbourne, das Imperial College, London, die Johns-Hopkins University, Baltimore, die Chinese Academy of Medical Sciences und das Peking Union Medical College and Hospital, die Kyoto University Graduate School of Medicine sowie die Russian Academy of Medical Sciences in Moskau. Die Initiative ist für weitere Mitglieder offen.

Vor dem Hintergrund der sehr hochgesteckten Ziele des Kongresses sei er zwar nicht ausschließlich optimistisch, räumte Axel Kahn von der Universität Paris Descartes, neben Ganten Präsident des Gipfels, vor Journalisten in Berlin ein. „Der Gipfel bewegt mich aber dazu, mit vereinten Kräften den Herausforderungen zu begegnen“, so Kahn. © MM/aerzteblatt.de

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