Koalitionsverhandlungen: Ärzte sollen in Medizinischen Versorgungszentren das Sagen haben
Samstag, 17. Oktober 2009
ddp
Berlin – Ärzte erhalten in Medizinischen Versorgungszentren eine stärkere Stellung. Das haben die künftigen Koalitionspartner CDU, CSU und FDP in der Arbeitsgruppe Gesundheit vereinbart, wie dem Deutschen Ärzteblatt aus mehreren Quellen bestätigt wurde.
Die schwarz-gelbe Koalition will gesetzlich vorschreiben, dass die Mehrheit der Gesellschaftsanteile und der Stimmrechte in ärztlicher Hand liegen muss. Bisher ist nur festgelegt, dass ein MVZ einen ärztlichen Leiter haben muss. „Ärzte sollen künftig in MVZ das Sagen haben“, heißt es in Berlin. Union und FDP sehen in diesem Schritt eine Stärkung des freien Berufs Arzt.
MVZ wurden 1994 als neue Versorgungsform zugelassen, um die fachübergreifende Versorgung von Patienten zu fördern. Sie bieten auch angestellten Ärzten die Möglichkeit, an der ambulanten Versorgung teilzunehmen.
In einem MVZ müssen mindestens zwei ärztliche Fachgruppen vertreten sein, Kooperationen mit nicht ärztlichen Gesundheitsberufen sind möglich. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gab es im dritten Quartal 2008 insgesamt 1.152 MVZ.
Während in den neuen Bundesländern MVZ in der Trägerschaft von Krankenhäusern dominieren, ist in Westdeutschland das von Vertragsärzten gegründete Zentrum vorherrschend.
Die Arbeitsgruppe Gesundheit von Union und FDP hatte in ihrer vorerst letzten Sitzung in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in zwei Punkten keine Einigung erzielen können: Die Zukunft des Gesundheitsfonds und der künftige gesetzliche Rahmen für Selektiv- und Kollektivverträge blieben strittig.
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Die Nötigung der Aerzte zum "ökonomischen" Handeln ist eigentlich Kurpfuscherei der Politiker und Manager (Laien, Ignoranten): eine doppelte Straftat. Offrensichtlich hat die FDP dies eingesehen und verbindet sich mit der vormaligen Tätern (C-Parteien) zur nachträglichen Berkämpfung deren Untaten. Nicolaus Maclavellus Florentiae civis politicus salutem suam plurimam dicit!
allein mir fehlt der Glaube!!! Sieht man die legeslativen Veränderungen, so wandert Deutschland von der klassischen Praxis in die Polikliniken. Kostenträger zumindest in den lukrativen Stellen voraussichtlich: Grosse Klinikträger. Spekulation? Ja.
Leserkommentare
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