Jacksonville – Eher zufällig sind US-Forscher auf einen möglichen neuen Ansatz in der Therapie des Morbus Alzheimer gestoßen. Ihre tierexperimentellen Studien in FASEB Journal (2009; doi: 10.1096/fj.09-141754) ergaben, dass das Zytokin Interleukin 6 die Mikroglia zum Abbau von Plaques veranlassen kann.
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Die Hypothese der Arbeitsgruppe um Pritam Das vom der Mayo Clinic in Jacksonville/Florida war, dass die Zellen der Mikroglia, dem Stütz- und Bindegewebe des Gehirns, denen auch eine Rolle in der Immunabwehr zugeschrieben wird, aktiv an der Pathogenese des Morbus Alzheimer eingreifen. Sie vermuteten, dass die Gliazellen die Hirnzellen schädigen und die Demenz verstärken.
Um dies zu belegen, aktivierten sie bei den Versuchstieren das Gen Interleukin-6 im Gehirn. Diese vermehrte Bildung dieses Zytokins verstärkt die Gliose, eine Art Bindegewebsnarbe im Gehirn. Zur Überraschung der Forscher trat jedoch das Gegenteil ein. Die Plaques wurden abgebaut. Die Überexpression von Interleukin 6 schützte neugeborene Mäuse vor einer Ablagerung, sie war aber auch bei erkrankten Mäusen in der Lage die Plaques zu beseitigen, indem es die Phagozytose der Amyloide verstärkte.
Die Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB) spricht in einer Pressemitteilung von einem Durchbruch. Die Tierexperimente seien so nahe wie nur irgend möglich an der Pathologie der Alzheimererkrankung.
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