Kopenhagen – Regelmäßige sportliche Übungen unter Aufsicht haben in einer randomisierten Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b3410) bei Krebspatienten das Fatigue-Syndrom gelindert. Die Lebensqualität der Patienten besserte sich jedoch nicht.
Das Fatigue-Syndrom, eine allgemeine Abgeschlagenheit und Energiemangel, gehört zu den häufigsten und von vielen Patienten als besonders belastend empfundene Begleiterscheinungen einer Chemotherapie, wobei die Nebenwirkung im Einzelfall schwer von Symptomen der Krebserkrankung getrennt werden kann.
Auch die psychosozialen Auswirkungen einer Krebsdiagnose können zum Fatigue-Syndrom beitragen. Die Folge ist meistens eine vermehrte körperliche Inaktivität, welche die Lebensqualität weiter einschränken kann.
An zwei der Universität Kopenhagen angeschlossenen Kliniken wurde deshalb in einer Studie 135 Patienten, die aufgrund unterschiedlicher fortgeschrittener Krebserkrankungen (21 Diagnosen) wenigstens eine Chemotherapie erhalten hatten, ein Sportprogramm angeboten.
Dreimal in der Woche trafen sich die Patienten zum Training. Auf das Aufwärmen folgte ein intensives Muskeltraining und schließlich Übungen zur Verbesserung der kardiovaskulären Fitness. Eine weitere Übungseinheit war für Entspannungsübungen reserviert. Insgesamt verbrachten die Teilnehmer neun Stunden in der Woche im Fitnessraum der Klinik zu.
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Wie Lis Adamsen und Mitarbeiter von der Universität Kopenhagen berichten, verspürten die Patienten nach sechs Wochen eine deutliche Verbesserung des Fatigue-Syndroms, während sich die Beschwerden in einer Kontrollgruppe kaum veränderten. Auch die Angaben der Patienten zur Vitalität sowie zu den körperlichen, emotionalen und mentalen Funktionen besserten sich.
Lungenfunktion und Muskelkraft wurden gesteigert. Auf die Symptome der Krebserkrankung oder der Chemotherapie wie Übelkeit, Schmerzen, Appetitlosigkeit oder Verdauungsprobleme hatten die Sport- und Entspannungsstunden dagegen keinen Einfluss, und die Lebensqualität wurde insgesamt nicht verbessert.
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