Hamburg – Vier von zehn Menschen in Deutschland unterschätzen die Risiken von abschwellenden Nasensprays. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).
Demnach glaubten 24 Prozent der Befragten, dass sie die Mittel problemlos bis zu zwei Wochen anwenden können. Zwölf Prozent gingen davon aus, dass sie Nasenspray länger als zwei Wochen einnehmen und vier Prozent nahmen an, dass sie die Mittel zeitlich unbegrenzt einsetzen können.
„Dabei führen abschwellende Nasensprays schon nach nur ein bis zwei Wochen zu einer Gewöhnung und zu einem vom Arzneimittel hervorgerufenen Schnupfen“, warnt TK-Apothekerin Ursula Battmer. Die Sprays könnten in kurzer Zeit zu einer Nasenspray-Abhängigkeit führen.
Zudem ergab die Umfrage, dass jeder Achte ein Nasenspray schon einmal länger als empfohlen eingesetzt hat. Ein solch sorgloser Umgang mit dem vermeintlich harmlosen Medikament führt laut TK häufig schleichend zu dem Zwang, das Nasenspray mehrmals täglich zu benutzen.
„Ohne den kleinen Helfer aus der Apotheke haben die Süchtigen dann das Gefühl, dass sie ersticken“, so Battmer. In Wahrheit sei es aber längst das Arzneimittel selbst, das den Schnupfen verursache.
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