Luxemburg – In der Europäischen Union stehen drei neue Genmais-Sorten vor der Zulassung. Beim EU-Agrarministerrat in Luxemburg gab es am Montag keine ausreichende Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission, die Produkte in Europa auf den Markt zu bringen. Die Bundesregierung enthielt sich. Damit kann die Kommission die Genmais-Sorten nun auf eigene Faust zulassen.
Betroffen sind insgesamt drei gentechnisch veränderte Maissorten der weltgrößten Saatguthersteller Monsanto (MON 88017 und MON 89034) sowie von Pioneer (59122xNK603). Sie sind gegen bestimmte Schädlinge immun. Beantragt ist eine Zulassung für den Import als Futter- und Lebensmittel, ein Anbau ist nicht geplant.
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel sprach sich für eine rasche Zulassung aus, da sonst Mangel an Futtermitteln drohe. Im Sommer war Tierfutter aus den USA wegen Spuren nicht zugelassener Gensorten in Europa abgewiesen worden. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hält die drei Genmaise für genauso sicher wie konventionellen Mais.
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