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Union und FDP wollen künstliche Befruchtung bezuschussen

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Berlin – Die künftige schwarz-gelbe Koalition will einen staatlichen Zuschuss für künstliche Befruchtung auch bundesweit einführen. Dem Entwurf für den Koalitionsvertrag zufolge, der der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in Berlin vorlag, streben Union und FDP „eine bundesweite Umsetzung“ des sächsischen Modells an.

Die Koalition werde sich „an der Finanzierung hälftig beteiligen“. Zudem solle eine Flexibilisierung der Altersgrenzen geprüft werden. Strittig war noch, ob wie von der FDP gewünscht, in einem Bundesgesetz klargestellt werden soll, dass dies auch unverheirateten Frauen offen stehen solle.  

Sachsen zahlt seit März als bundesweit erstes Land kinderlosen Ehepaaren staatliche Zuschüsse für künstliche Befruchtungen. Während die potenziellen Eltern den Eigenanteil für die erste Behandlung noch selber tragen müssen, werden sie dort bei der zweiten und dritten Behandlung mit einer Pauschale von jeweils bis zu 900 Euro entlastet.

Für die vierte Behandlung wird ein Zuschuss von 1600 bis 1800 Euro gezahlt. Voraussetzung für die finanzielle Förderung in Sachsen ist, dass die potenziellen Eltern verheiratet sind sowie die Frau nicht älter als 40 und der Mann nicht älter als 50 Jahre ist.  

Hintergrund der sächsischen Initiative ist der Rückgang der Behandlungen seit dem Start des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes 2004. Seitdem werden Kinderwunschbehandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch zur Hälfte erstattet und ab der vierten Behandlung gar nicht mehr.

Gleichzeitig wurden unter anderem die Altersgrenzen strenger gefasst. Die Zahl der Geburten nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen sank dadurch bundesweit um rund 50 Prozent. Allein in Sachsen ging die Zahl der künstlichen Befruchtungen nach Angaben des Sozialministeriums bis 2007 um rund 1700 zurück. Nach jüngsten Zahlen vom September stiegen nun die Behandlungszahlen in Sachsen nach der Neuregelung um bis zu 30 Prozent. Demnach wurden zwischen März und September rund 400 Behandlungen gefördert. © afp/aerzteblatt.de

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malocherdoc (freespeech)
am Sonntag, 8. November 2009, 18:21

Während gesunde tüchtige Paare in der Tretmühle der Lohnsklaverei keine Chance mehr zum Kinderkriegen bekommen

Es gibt die Auffassung, daß "der liebe Gott" sich soch seine Gedanken gemacht hat, warum dieser oder jener unfruchtbar ist ... warum gewisse partnerschaftliche Konstellationen keinen Nachwuchs bekommen.

Alles hat seinen guten Grund. Züchten wir Defekte, die wur heute nicht verstehen, weil wir technisch Dinge erzwingen, die so nicht sein sollen - aus gutem Grund!

Gruß
malocherdoc

PS:
Die Quittung für diesen widernatürliche Eingriff wird kommen - seid Euch dessen gewiss!
BeateT
am Freitag, 6. November 2009, 22:22

Alles schon nicht mehr wahr

Nur wenige Tage später, nämlich am 30. Oktober 2009, berichtete die Berliner Morgenpost:

"Doch nun sind die schwarz-gelben Pläne plötzlich Makulatur. Die Koalitionsrunde habe "diesen Punkt nicht auflösen können, sodass das Thema im Koalitionsvertrag nicht auftaucht", verlautet aus dem Umfeld von Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), die die Arbeitsgruppe während der Koalitionsverhandlungen geleitet hatte. Im Klartext bedeutet das für Tausende betroffene Paare, dass sie weiterhin die hohen Kosten für eine künstliche Befruchtung selbst aufbringen müssen."

Ursula von der Leyen hatte ja schon im Februar diesen Jahres dieses Versprechen gegeben, dass es Zuschüsse zu reproduktionsmedizinischen Behandlungen geben soll.

Mal wieder scheute man nicht davor zurück, Menschen, die eh schon mit einem großen Leid fertig werden müssen, an der Nase herum zu führen. Kein guter Start für eine neue Regierung.

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