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Generikahersteller kritisieren Rabattverträge

Freitag, 23. Oktober 2009

Berlin – Rabattverträge schwächen die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Generikahersteller. Davor warnt der Branchenverband der Generikahersteller in Deutschland (Pro Generika).

„Die Kassen fühlen sich wegen der zusätzlichen Einnahmen, die sie aus Rabattverträgen erzielen, zurzeit als die großen Gewinner“, heißt es dazu von Pro Generika. Sie übersähen dabei jedoch, dass sie längerfristig draufzahlen.

Die Hersteller werden sich nach Ansicht des Branchenverbandes zwangsläufig auf generische Blockbuster konzentrieren. Die Folge: Die Generikapalette wird schmaler, die therapeutische Vielfalt eingeengt.

„Da die einzig und allein auf den Preis fokussierte Tiefpreisstrategie der Kassen qualitative Vorteile einzelner Arzneimittel vollständig ausblendet und negiert, amortisiert sich der höhere Entwicklungsaufwand für die Optimierung patentfreier Arzneimittel nicht mehr“, argumentiert der Verband.

Leidtragende dieser Entwicklung seien die Patienten, denen bereits jetzt im Markt verfügbare Optimierungen patentfreier Arzneimittel nicht mehr zugutekommen. Das Einsparpotenzial durch Generika sinke, die Kassen müssten patentfreie Erstanbieterprodukte ohne Generikakonkurrenz teuer bezahlen.

Zudem wird laut Pro Generika die Lage für den pharmazeutischen Mittelstand immer prekärer, ihm drohe über kurz oder lang das Aus. „Am Ende gehören alle Akteure zu den Verlierern: Kassen, Patienten, Ärzte, Apotheken Industrie und der Standort Deutschland“, warnt der Brachenverband. © hil/aerzteblatt.de

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