Berlin – Angesichts der Diskussion um die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe ist die Impfbereitschaft der Deutschen dramatisch eingebrochen. Laut einer am Freitag veröffentlichten Emnid-Umfrage für N24 wollen sich jetzt nur noch 13 Prozent sicher impfen lassen. Im Juli waren demnach noch 51 Prozent zur Impfung entschlossen. 66 Prozent der Bürger schließen derzeit eine Impfung kategorisch aus. Weitere 20 Prozent sind wenige Tage vor dem Start der bundesweiten Impfaktion noch unentschlossen.
Mehr als jeder zweite Bürger ist laut Umfrage durch die Diskussion über die unterschiedlichen Impfstoffe für die Bevölkerung sowie Regierungsmitglieder und Bundeswehrsoldaten verunsichert. 85 Prozent der Bundesbürgerhalten die Gefahr durch die Schweinegrippe mittlerweile sogar für übertrieben. Das Bundesgesundheitsministerium hatte erst am Donnerstag eindringlich zur Beteiligung an der Schweinegrippe-Impfung aufgerufen.
In Deutschland gibt es unterdessen einen dritten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Im Universitätsklinikum Mannheim starb am Freitag ein mit dem Virus infizierter 65-Jähriger, wie das Krankenhaus mitteilte.
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