Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und der Landesverband Jüdischer Ärzte und Psychologen in Berlin haben heute die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Anpassung und Ausschaltung – Die Berliner Kassenärztliche Vereinigung im Nationalsozialismus“ vorgestellt. Ziel des Projektes war es, die Rolle der KV-Vorgängerinstitution bei der Verdrängung und Vertreibung jüdischer Ärzte aus ihren Praxen aufzuarbeiten.
„Wir wollten den Opfern nicht nur die Namen zurückgeben, sondern auch den Menschen hinter dem Namen wieder sichtbar machen. Deshalb hat die KV Berlin dieses Projekt initiiert“, erklärte Angelika Prehn, Vorsitzende der KV Berlin. Die Ergebnisse des Projekts sind in einem Buch erschienen.
Es stellt nach Angabe der Initiatoren des Projektes detailliert dar, wie die Ausschaltung jüdischer Ärzte durch die Vorgängerinstitution der KV Berlin im Einzelnen vor sich ging und wie sich die schrittweise legalisierte Existenzvernichtung der jüdischen Kassenärzte vollzogen hat.
Zugleich wurden im Rahmen des Forschungsprojekts die Lebenswege der Berliner jüdischen Kassenärzte erforscht und in einem Gedenkbuch aufgearbeitet. „Diese Publikationen erhellen endlich einen Teil der dunkelsten Abschnitte deutscher Geschichte, denn das Schicksal unserer Kollegen war unbekannt, verborgen, verhüllt – nicht sichtbar und damit unerträglich“, betonte Roman Skoblo, Vorsitzender des Landesverbandes Jüdischer Ärzte und Psychologen in Berlin.
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