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Studie: Tai-Chi lindert Schmerz bei Gonarthrose

Dienstag, 3. November 2009

Boston – US-Mediziner haben das chinesische Schattenboxen als eine Möglichkeit entdeckt, übergewichtigen Gonarthrosepatienten zu mehr schmerzfreier Beweglichkeit im Kniegelenk zu verhelfen. Die Ergebnisse einer randomisierten Studie wurden in Arthritis Care & Research (2009; doi: 10.1002/art.24832) publiziert.

Das heutige Tai-Chi (Taijiquan) hat mit der Selbstverteidigungskunst im früheren China wenig gemeinsam. Es geht nicht darum, sich auf die Abwehr eines Gegners vorzubereiten. Die Abfolge von langsamen rhythmischen Bewegungen soll Gleichgewicht, Muskelkraft, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung verbessern. Gleichzeitig soll die Meditation Stress abbauen, was auch den 20 Gonarthrose-Patienten gelang, die Chenchen Wang von der Tufts Universität in Boston einem Tai-Chi-Kurs zugelost hatte.
 

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Die durchschnittlich 65 Jahre alten Teilnehmer mit einem BMI von 30 an der Grenze zur Fettleibigkeit trafen sich über ein Vierteljahr zweimal wöchentlich zu 60-minütigen Therapiesitzungen, in denen sie zunächst zehn Minuten lang eine Selbstmassage durchführten, bei der ihnen die Prinzipien der folgenden 30-minütigen Bewegungsübungen vermittelt wurden. Es folgten jeweils zehn Minuten Atemübungen und zehn Minuten Entspannung. In der Vergleichsgruppe erhielten die Teilnehmer die üblichen Informationen über die Notwendigkeit einer Diät und die Bedeutung einer gesunden Lebensweise, gefolgt von 20 Minuten Dehnungsübungen.

Am Ende hatten die Teilnehmer der Tai-Chi-Kurse die schmerzfreieren Gelenke. In allen Aspekten des Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index konstatierten Wang und Mitarbeiter Vorteile. Auch die körperliche Funktion, die Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy), Depressionen und der allgemeine Gesundheitszustand besserten sich, ohne dass Wang hierfür eine biologische Erklärung hat. Sie meldete deshalb weiteren Forschungsbedarf zu dieser Frage an.

© rme/aerzteblatt.de

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