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Barmer-Chef rechnet mit höheren Belastungen für Kassenpatienten

Freitag, 30. Oktober 2009

Berlin – Der Vorstandschef der Barmer Ersatzkasse, Johannes Vöcking, rechnet im kommenden Jahr mit höheren Belastungen für die gesetzlich Versicherten. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung vom Freitag bezifferte Vöcking die Mehrkosten im Gesundheitssystem 2010 auf rund acht Milliarden Euro. „Umgerechnet liegen die Mehrkosten je Versicherten im Schnitt bei 160 Euro. Das sind rund 13 Euro zusätzlich pro Monat“, sagte Vöcking.

Seine Krankenkasse wolle zunächst aber keinen Zusatzbeitrag erheben: „Wir werden zusätzliche Belastungen unserer Versicherten zunächst vermeiden und planen weiterhin, ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr zu gehen.“

Vöcking forderte die neue Bundesregierung auf, die zusätzlichen Lasten nicht nur auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. „Es geht darum, die Lasten im Gesundheitssystem gerecht zu verteilen. Nicht nur die Arbeitnehmer, auch Arbeitgeber, Ärzte und Pharmafirmen müssen ihren Beitrag dazu leisten, dass Gesundheit weiter bezahlbar bleibt“, sagte Vöcking. Er befürchte, „dass die neue Regierung künftig nur noch eine Grundsicherung will. Für Extraleistungen müssen die Versicherten dann auch extra bezahlen.“

Um Kosten zu sparen, sprach sich der Barmer-Chef für eine Reduzierung der gesetzlichen Krankenkassen aus. Man brauche „keine 180 Krankenkassen. 30 oder 40 wären auch genug“, sagte Vöcking.

Darüber hinaus verlangte Vöcking Erfolgsprämien für Ärzte und mehr Kostentransparenz für die Versicherten. „Wir brauchen mehr Kostenbewusstsein“, forderte er. Zum Beispiel mache es Sinn, Patienten nach einer Behandlung eine Übersicht über die entstandenen Kosten zu geben. Denkbar seien auch „Erfolgshonorare für Ärzte, wenn eine Behandlung schnell und erfolgreich verlaufen ist“.

Den neuen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) warnte der Barmer-Chef davor, den Gesundheitsfonds abzuschaffen. „Die Abschaffung des Gesundheitsfonds wäre völlig falsch. Herr Rösler muss erst mal das System analysieren, dann über Reformen nachdenken“, erklärte Vöcking.

Unter Berufung auf ein Papier des GKV-Spitzenverbandes berichtete „Bild“, dass bei den gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland zwischen April 2007 und März 2009 Beitragsrückstände in Höhe von 630 Millionen Euro aufgelaufen seien. Hintergrund sei, dass seit der Gesundheitsreform 2007 rund 196.000 Menschen, die zuvor nicht versichert gewesen seien, pflichtversichert seien, wenn sie keine Beiträge zahlten, akute Erkrankungen seien jedoch trotzdem behandelt worden. Viele der bislang nicht Versicherten und viele freiwillig Versicherte könnten oder wollen ihre Beiträge nicht zahlen. © afp/ddp/aerzteblatt.de

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Chefarztfrau
am Freitag, 30. Oktober 2009, 18:40

Null Prozent (Tierarznei & Homöopathika exklusive)

Ein Defizit von 7,5 Milliarden Euro wird den gesetzlichen Krankenversicherungen für das Jahr 2010 verheißen. Aber keine Angst, das Loch lässt sich stopfen: http://chefarztfrau.de/?p=994
Chefarztfrau
am Freitag, 30. Oktober 2009, 18:36

Null Prozent (Tierarznei & Homöopathika exklusive)

Ein Defizit von 7,5 Milliarden Euro wird den gesetzlichen Krankenversicherungen für das Jahr 2010 verheißen. Aber keine Angst, das Loch lässt sich stopfen: http://chefarztfrau.de/?p=994

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