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Uni Frankfurt votiert gegen Bachelor in der Medizin

Freitag, 30. Oktober 2009

Frankfurt/Main – Auf seiner Oktobersitzung hat der Fachbereichsrat Medizin der Universität Frankfurt einstimmig gegen die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in der Medizin und Zahnmedizin votiert. Der Fachbereichsrat schloss sich der Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin „Qualität des Medizinstudiums erhalten – aber nicht durch Bachelor/Master“ vom 8. Oktober an.

„Weder gesundheits- und bildungspolitisch noch volkswirtschaftlich betrachtet ergeben Bachelor und Master in der Medizin und Zahnmedizin Sinn“, unterstrich Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin. Gerade im Hinblick auf die noch zu stemmenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Wissenschaftssystem gelte es, sich auf die Lösung der drängenden Probleme konzentrieren.

So seien die durch den so genannten Bologna-Prozess angestrebten geringen Abbrecherquoten in der Medizin und Zahnmedizin längst erreicht und auch die Mobilität der Medizinstudierenden lasse wenig zu wünschen übrig. Schon jetzt gehört vorliegenden Untersuchungen zufolge die Medizin zu den Studiengängen mit der größten Mobilitätsquote. Das Ziel, europäische Studienabschlüsse vergleichbarer zu machen, sei für die Medizin durch die Europäische Richtlinie 93/16/EWG ebenfalls geregelt.

Dagegen befähige ein dreijähriger „Bachelor of Medicine“ weder zum Arztberuf noch zu wissenschaftlichen Tätigkeiten in der Forschung und verbessere auch die Arbeitsbedingungen in der Patientenversorgung nicht. Gerade dies müsse jedoch passieren, um die Abwanderung von Ärzten in nicht kurative Berufe sowie in andere EU-Länder zu stoppen. Abschließend resümierte Dekan Pfeilschifter: „Bachelor und Master lösen keine Probleme, im Gegenteil: Sie schaffen neue.“ © hil/aerzteblatt.de

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Bergfex
am Sonntag, 1. November 2009, 10:16

Die Richtlinie soll vergleichbar sein

Das ist vollkommener Schwachsinn. So unterschiedlich, wie die FA-Ausbildungen in den Ländern geregelt ist, ist über die Richtlinie eigentlich überhaupt nichts vergleichbar.

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