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| Margot Käßmann /dpa |
Indem sie sich nicht klar genug gegen „organisierten assistierten Suizid“ und eine bewusste Verkürzung des Lebens wende, könne Käßmann den Befürwortern aktiver Sterbehilfe in die Hände spielen, warnte Brysch. Zudem sei Käßmanns Äußerung falsch, Palliativmedizin könne „sehr oft“ auch dazu führen, dass „der Tod vorzeitig eintritt“.
Die Realität in der Hospiz- und Palliativpflege sehe anders aus, so Brysch. Dort führe professionelle Schmerztherapie eben nicht zum Massenphänomen des frühen Todes. Tatsächlich ein Massenphänomen sei allerdings, dass „400.000 Sterbende keine Palliativpflege erhalten“.
Im „Deutschlandradio Kultur“ und in der „Welt am Sonntag“ hatte Käßmann unter anderem gesagt, man müsse „diesen Wunsch hören nach einem selbstbestimmten Tod“. Sie sei „absolut gegen aktive Sterbehilfe“.
Aber man müsse Menschen begleiten auf ihrem Weg ins Sterben und passive Sterbehilfe leisten im Wissen, dass „Palliativmedizin, also schmerzlindernde Medizin, sehr oft auch dazu führen kann, dass der Tod vorzeitig eintritt“. Käßmann wörtlich: „Ich finde, wir müssen respektieren, dass Menschen das für sich selbst entscheiden wollen.“
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