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Gesundheitswirtschaft: Deutsche Bank unterstützt Rösler

Dienstag, 3. November 2009

Berlin – Mehr Wettbewerb, intensives Marketing der Leistungsanbieter, Abkehr vom Sachleistungssystem – so stellt sich die Deutsche Bank nach den Worten ihres Chefvolkswirtes Norbert Walter das künftige deutsche Gesundheitswesen vor, das sie als “Gesundheitsmarkt“ begreift.

Walter sprach am 29. Oktober in Berlin vor namhaften Vertretern der „Leistungsanbieter“, der privaten und sozialen Krankenversicherung und der Gesundheitsökonomie. Er rief dazu auf, den neuen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zu unterstützen und setzte sich für das von der FDP, zeitweise auch von Teilen der Union vertretene Modell der Kopfpauschale („Das falsche Wort für ein gutes Konzept“) ein.

Joachim Kartte von der Beratungsfirma Roland Berger empfahl den Leistungsanbietern, den 2. Markt als zusätzliche Geldquelle zu nutzen und unter anderem mittels Prävention abzuschöpfen. Von den 280 Milliarden, die der Gesundheitsmarkt insgesamt ausmacht, fließen heute bereits 60 Milliarden pro Jahr in dieses Segment, 16 weiter Milliarden könnten, folgt man Kartte mobilisiert werden.

Kartte plädiert dafür, die ärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten (und darunter seien durchaus auch Bundesländer zu verstehen) öffentlich auszuschreiben, daran sollten sich  auch rein private Gesundheitskonzerne beteiligen können.

Die Gesundheitswirtschaft wird nach den Worten von Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Fitschen erheblich an Bedeutung gewinnen. Die Bank wende sich dem „Heimatmarkt“ zu, um ihre Verbundenheit zum Standort zu beweisen. Folgt man Walter und Kartte so könnten auch wachsende Geschäftsaussichten eine Rolle spielen. © NJ/aerzteblatt.de

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adonis
am Dienstag, 3. November 2009, 10:23

Eine grössere Antipropaganda

kann sich Herr Rössler kaum wünschen. Die Deutsche Bank ist Dank Herrn Ackermann extrem unbeliebt. Nun darf Herr Rössler hoffen, dass diese "Unterstützung" nicht negativ auf ihn abfärbt.

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