Eingeloggt als

Suchen in

5.758 News Politik

Politik

Sarrazin für steuerfinanzierte Rente und Krankenversorgung

Mittwoch, 4. November 2009

Berlin – Der ehemalige Berliner Finanzsenator und heutige Bundesbanker Thilo Sarrazin (SPD) spricht sich für eine steuerfinanzierte Grundrente und eine steuerfinanzierte Krankenversicherung aus. Entsprechende Vorschläge unterbreitet er in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Fachbuch „Eine neosoziale Zukunft“. Das Buch ist im Wiesbadener Verlag für Sozialwissenschaften erschienen.

Sarrazins Vorschlägen zufolge sind eine aus Steuern finanzierte Grundrente und Krankenkassenbasisbeiträge „unter einer weitestgehenden Aufkommensneutralität möglich“. Dafür müssten etwa 259 Milliarden Euro zusätzlich an Steuereinnahmen generiert werden – 172,5 Milliarden Euro für die Krankenkassengrundvorsorge und 86,5 Milliarden Euro für Grundrentenzahlungen. Der bisherige Krankenversicherungsbeitrag sei ordnungspolitisch und steuerpolitisch „unter keinem Aspekt sinnvoll“, erklärte Sarrazin.

Das jetzt angewendete Sozialabgabensystem sei kein System der Leistung und Gegenleistung und somit „leistungsfeindlich“. Er selbst behalte nach 35 Beitragsjahren nur eine Rente von 1.370 Euro, sagte Sarrazin bei der Buchvorstellung. Das seien nur 600 Euro mehr als jene Bürger, die nie im Leben Sozialabgaben geleistet hätten.

Das von ihm vorgeschlagene System habe den Vorteil, dass wegen wegfallender Verwaltungskosten die Ausgaben für die Krankengrundversorgung um 20 Prozent sinken würden. Bisher steuerfinanzierte Beihilfeleistungen für Beamte fielen weg. Um sein neues Modell zu finanzieren, müsste künftig die Einkommenssteuer erhöht werden.

Gegenüber dem bisherigen System würden vor allem Bezieher von geringen bis mittleren Einkommen entlastet. Das mache das Altersvorsorgesystem transparenter und zukunftsfähiger. © ddp/aerzteblatt.de

Anzeige
Drucken Versenden Teilen
5.758 News Politik

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

adonis
am Donnerstag, 5. November 2009, 07:44

Sicher

wäre ein steuerfinanziertes System nicht dumm, da sich gerade Bestverdiener, die über die Bemessungsgrenze kommen, sich adäquat beteiligen müssen. Das tun sie ja im Moment gerade nicht!!
Auf der anderen Seite ist es allerdings so, dass gerade der Staat in der Vergangenheit besonders unter der Kohlregierung seinen Bedarf über die Sozialkassen gedeckt hat. Somit kommt natürlich ein System ins Ungleichgewicht.

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste