Frankfurt/Martinsried – Wissenschaftler der Universitätsklinik Frankfurt am Main und des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried bei München haben neue Angriffspunkte für eine gezielte Therapie gegen die akute myeloische Leukämie (AML) gefunden. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Molecular Cell (doi 10.1016/j.molcel.2009.09.019).
Die AML ist die häufigste akute Leukämieform bei Erwachsenen. Die Heilungschancen der Betroffenen sind in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, jedoch können trotz intensiver Behandlung nach wie vor nur weniger als ein Drittel der Betroffenen geheilt werden. Die derzeitige Standardtherapie ist zudem sehr belastend für die Patienten und mit einem langen Krankenhausaufenthalt verbunden.
Ursache für eine AML sind verschiedene genetische Veränderungen in den blutbildenden Zellen des Knochenmarks. Besonders häufig sind die Gene für Rezeptoren betroffen, die normalerweise auf der Zelloberfläche sitzen und die Signalübertragung in der Zelle steuern. In Leukämiezellen sind diese Rezeptoren derart verändert, dass sie ständig aktiv sind und so der Zelle befehlen, sich unaufhörlich zu teilen.
zum Thema |
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.