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Ärzteschaft

Hartmannbund fordert differenzierten Umgang mit Gesundheitsfonds

Freitag, 6. November 2009

Berlin – Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Kuno Winn, hat angesichts der umstrittenen Zukunft des Gesundheitsfonds dazu aufgerufen, wichtige strukturpolitische Ausgleichsfunktionen des Fonds zu berücksichtigen.

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„Ob Umbau, Abschaffung oder Nachjustierung – wir begrüßen, dass der Gesundheitsfonds ideologiefrei bewertet werden soll“, sagte Winn. Zwar gebe es Gründe, über die Sinnhaftigkeit des Fonds nachzudenken, seine Fähigkeit, Verwerfungen auszugleichen, müsse allerdings bei dieser Diskussion berücksichtigt werden, so Winn.

Gleichzeitig kündigte der Verbandschef entschiedenen Widerstand gegen die Pläne der Regierungskoalition an, die Auswirkungen des Paragraf 73b SGB V für „drei weitere Jahre zu beobachten“.

Nach dem Paragrafen hat der Deutsche Hausärzteverband eine Quasi-Monopolstellung beim Abschluss von Hausarztverträgen. „Wir werden jedenfalls nicht so lange zuschauen, wie durch die einseitige Monopolstellung eines Verbandes in der hausärztlichen Versorgung bewährte und für die flächendeckende Versorgung unserer Bevölkerung unverzichtbare Strukturen zerschlagen werden“, sagte Winn.

Dabei richte sich die Kritik seines Verbandes ausdrücklich nicht gegen Selektivverträge. Jedoch müssten für die gesamte Vertragslandschaft einheitliche und faire Wettbewerbsbedingungen herrschen. © hil/aerzteblatt.de

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