Toronto – Die Röntgendichte der Brust bei der Mammografie hat einen deutlichen Einfluss auf das Rezidivrisiko nach einer brusterhaltenden Operation (Lumpektomie). In einer kanadischen Studie hatten Frauen mit hoher Röntgendichte ein deutlich erhöhtes Risiko – wenn auf eine postoperative Strahlentherapie verzichtet wurde.
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Nach einer Lumpektomie ist eine Bestrahlung der Brust eigentlich integraler Bestandteil des Behandlungskonzepts, der in Kanada offenbar nicht bei allen Frauen umgesetzt wird. Die Folge ist ein erhöhtes Rezidivrisiko, das Steven Narod vom Women's College Research Institute in Toronto in einer retrospektiven Studie dokumentieren konnte.
Neu ist die Erkenntnis, dass die Rezidive auf Frauen mit einer erhöhten Brustdichte in der Mammografie beschränkt waren. Frauen in der obersten Kategorie (mehr als 50 Prozent Dichte), die keine Strahlentherapie hatten, erlitten zu 40 Prozent ein Rezidiv, während es bei Frauen mit niedriger Röntgendichte der Brust in den zehn Jahren nach der Operation niemals zu einem Rezidiv kam, obwohl sie keine Strahlentherapie erhalten hatten.
Zwei Ursachen sind vorstellbar: Entweder steigt mit der Röntgendichte Brust die Wahrscheinlichkeit eines Zweittumors oder aber es werden wegen der hohen Dichtigkeit der Brust häufiger Ausleger des Primärtumors übersehen. Die dritte Möglichkeit ist, dass die Ergebnisse der retrospektiven Studie sich in weiteren prospektiven Untersuchungen nicht bestätigen lassen.
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