München/Hamburg – Angesichts der anhaltenden Diskussion über das Nichtraucherschutzgesetz plädieren Ärztevertreter in Bayern und Hamburg für einen umfassenden Schutz der Nichtraucher.
So ruft der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) dazu auf, das freistaatliche Volksbegehren für echten Nichtraucherschutz zu unterstützen. Das Volksbegehren, das von mehreren Parteien, Verbänden und Organisationen getragen wird, setzt sich dafür ein, den konsequenten Nichtraucherschutz in der Gastronomie wieder einzuführen und die gesetzlichen Schlupflöcher zu schließen.
Zwischen dem 19. November und dem 2. Dezember 2009 können sich alle Wahlberechtigten in Bayerns Rathäusern in die Unterstützerlisten für das Volksbegehren eintragen. Leisten mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Unterschrift, ist das Volksbegehren erfolgreich und ein Volksbegehren kann das Thema Nichtraucherschutz erneut aufgreifen.
Gleichzeitig warnt die Landesärztekammer Hamburg davor, „den Schutz der Gesundheit vordergründigen und vor allem völlig unbewiesenen Wirtschaftsinteressen zu opfern“, so Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery.
Es gebe keine Beweise dafür, dass die Umsätze der Gaststätten einbrechen würden, sobald dort nicht mehr geraucht werden dürfe. Viele andere europäische Länder hätten gute Erfahrungen mit einem absoluten Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Gaststätten gemacht.
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