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Ausland

Atemgerät von behindertem britischen Baby soll abgeschaltet werden

Mittwoch, 11. November 2009

London – Nach einem schwierigen Gerichtsprozess über das Schicksal eines schwer behinderten Babys in Großbritannien soll nun das Atemgerät des Jungen abgeschaltet werden. Alle vor Gericht anwesenden Parteien seien übereingekommen, dass es im Interesse des Kindes sei, „der von den Ärzten empfohlenen Maßnahme zu folgen“, sagte Richter Andrew McFarlane am Dienstag in London.

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Vorangegangen war ein Streit zwischen den mittlerweile getrennten Eltern des Kindes. Die Mutter hatte sich auf Seiten der Ärzte gestellt, der Vater wollte, dass sein an einer seltenen neuromuskulären Krankheit leidender Sohn weiterlebt. Am Dienstag zog er seine Ablehnung der Maßnahme jedoch zurück.

Der Junge konnte seit seiner Geburt im Oktober vergangenen Jahres nur über das Atemgerät und einen Ernährungsschlauch in der Nase am Leben gehalten werden. Seine Krankheit machte es ihm außerdem fast unmöglich, sich zu bewegen oder Gesichtsausdrücke zu zeigen.

Der Vater hatte sich zunächst mit dem Argument gegen das Abschalten der Geräte gestellt, sein Sohn könne hören und sehen sowie seine Eltern erkennen. Am siebten Tag des Prozesses in London erklärten die Anwälte des Vaters jedoch, dieser sei nun auch überzeugt, dass jegliche Behandlungen „nicht mehr im Interesse des Kindes“ seien. © afp/aerzteblatt.de

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