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Krankenhaus wegen Wiederbelebung von Neugeborenem verurteilt

Donnerstag, 12. November 2009

Paris – Ein französisches Krankenhaus ist wegen des Versuchs verurteilt worden, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Leben zu erhalten. Dabei ging es um ein bei der Geburt mit Herzstillstand zur Welt gekommenes Baby, das von den Ärzten nach einer halben Stunde wiederbelebt werden konnte, wie französische Medien am Donnerstag berichteten. Wegen der fehlenden Sauerstoffversorgung habe das im Dezember 2002 geborene Kind schwere körperliche und geistige Schäden entwickelt. 

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Die Richter hätten entschieden, die Ärzte hätten über ein vernünftiges Maß hinausgehenden Eifer gezeigt und dabei die Folgen für das Kind nicht bedacht, heißt es in den Berichten. Damit liege ein medizinisches Fehlverhalten vor. Die Ratschläge der zuständigen französischen Fachärztevereinigung sähen vor, Neugeborene nicht länger als 20 Minuten wiederzubeleben, heißt es in der Tageszeitung „Le Monde”. 

Das Krankenhaus in Orange habe das bereits im Juni ergangene Urteil akzeptiert, berichteten die Medien weiter. Ob den Eltern deswegen Schadenersatz zustehe, sei noch nicht entschieden. Laut den Medienberichten verlangten sie 500.000 Euro. © kna/aerzteblatt.de

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