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Österreich unterbindet „Impftourismus”

Donnerstag, 19. November 2009

München/Innsbruck – Angesichts der Engpässe bei der Zuteilung der Schweinegrippe-Impfdosen versuchen viele Deutsche nach Österreich auszuweichen. Alle vier an den Freistaat angrenzenden österreichischen Bundesländer, allen voran Tirol, verzeichnen Anfragen von Impfwilligen, wie eine Umfrageergab. Das österreichische Gesundheitsministerium hat dem „Impftourismus“ allerdings per Erlass enge Grenzen gesetzt.

Nicht-Österreicher werden nur geimpft, wenn sie einen Wohnsitz in Österreich haben oder dort arbeiten und somit in Österreich krankenversichert sind. Als Schwerpunkt potenzieller „Impftouristen“ hat sich Tirol herauskristallisiert.

Dort sind schon „Hunderte Anrufe aus Deutschland“ eingegangen, wie der zuständige Landessanitätsdirektor Christoph Neuner berichtet. „Interessenten wollten aus Hamburg einfliegen. Andere wollten in Bussen kommen.“ Neuner sagt: „Wir hätten gerne alle geimpft, aber wir haben leider zu wenig Impfstoff.“ Vorarlbergs Landessanitätsdirektor Elmar Bechter und sein oberösterreichischer Amtskollege Stefan Meusburger zählen dagegen nur vereinzelte Anfragen aus Deutschland.

Auch in Salzburg gibt es schon „einige Dutzend“ Anfragen, wie die Pressesprecherin der Salzburger Gebietskrankenkasse, Karin Hofer, sagt. Die Impfwilligen reagierten „teilweise verständnislos“, wenn ihnen die Bedingungen für eine Impfung in Österreich erläutert würden.

Hofer verweist darauf, dass die Impfdosen in jedem Land in Relation zur Bevölkerungszahl bestellt worden seien. „In Stadt und Land Salzburg leben rund 500.000 Menschen, in Bayern rund 12,5 Millionen. Wenn nur ein Bruchteil der Bayern bei uns geimpft würde, hätten wir keinen Impfstoff mehr für unsere Bevölkerung“, wirbt sie um Verständnis.

Der Internist Klaus Boha, der im bayerischen Bischofswiesen unweit von Salzburg eine Praxis betreibt, kann den „Impftourismus“ durchaus verstehen. „Wir im Südosten Bayerns haben große Fallzahlen, aber keinen Impfstoff“, klagt der Mediziner. „Der Verteilungsmodus ist sehr schlecht. Wir sind hier am Ende der Sackgasse und bekommen nichts ab.“

Im bayerischen Gesundheitsministerium will man von solchen Vergleichen nichts wissen. „Es kann nur verteilt werden, was da ist“, betont eine Sprecherin. „Gesundheitsministerium, Ärzte- und Apothekenverbände arbeiten eng zusammen, um eine möglichst zeitnahe und gleichmäßige Versorgung sicherzustellen“, versichert sie. © ddp/aerzteblatt.de

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Wolfgang
am Samstag, 14. November 2009, 17:36

Ganz schön chaotisch: Erst bestellen, wenn Erkrankungen stattfinden?

Es ist doch ganz einfach, denn es gibt in Europa für JEDEN passende Impfstoffe und dies in ausreichender Zahl. Selbst die mit Booster und Konservierung sind bereits ca. 40 Millionen Mal verschossen worden, also keine überragende Gefahr und schon gar kein Grund für den schon arg kruden deutschen Impftourismus. Der größte Teil will sich nicht impfen lassen, ist impfmüde und von Argumenten nicht beeinflussbar, ein anderer Teil entwickelt fast schon neurotische Züge, steigt in den Flieger um sich globalisiert impfen zu lassen.
CELVAPAN von Baxter gibt es in Frankreich, Österreich, Schweiz: Als "Politikerimpfstoff" ist er der der Bundesregierung und der Bundeswehr: Teurer in der Herstellung und eben nicht auf Eiern gezogen.
PANANZA ist auch ohne Zusätze, gibt es aber z.Zt. nur in Frankreich. Alle Produkte sind mühelos via Apotheke (via "Internationaler Apotheke") aus jedem Land Europas und der Welt als Import zu haben. Rezept schreiben genügt! Auch kann man es sich mühelos aus Frankreich selbst schicken lassen, was, ob der manchmal nötigen Kühlkette dann teurer ist.
Wer trotzdem das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden möchte, fährt einfach nach Paris in den Urlaub und lässt sich bei dieser Gelegenheit dort impfen. Da gibt es u.a., wer es denn auf die Spitze treiben will, das "American Hospital" im hübschen Nobelvorort Neuilly sur Seine, wo es noch zusätzlich noch die gesamte Spielwiese us-amerikanischer Produkte gibt und alle Mediziner das us-amerikanische Examen mitbringen. Beliebige Kreditkarten werden akzeptiert.
Wann kommt im Fluch-des-Föderalismus-Land endlich jemand auf die Idee, Reisen zu Impfparties oder zur ganz individuellen Impfung anzubieten, die noch die letzten irrationalen Ängste ruhigstellen? Dann gäbe es auch endlich mal wieder Arbeit im Land fast ohne Binnenwirtschaft :--((
Die spinnen, diese Deutschen!

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