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| dpa |
Den Gesundheitsämtern müssen künftig nur noch Todesfälle gemeldet werden, die in Verbindung mit der Schweinegrippe stehen. Auch Patienten, bei denen die Infektion aufgrund von Laboruntersuchungen eindeutig nachgewiesen wurde, müssten weiterhin gemeldet werden, sagte der Ministeriumssprecher.
Laut Ministerium reichen die weiteren Labormeldungen und das bestehende Grippe-Überwachungssystem durch ausgewählte Arztpraxen aus, um weiterhin einen guten Überblick über die Entwicklung der Schweinegrippe zu erhalten.
Die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher, sagte dem „Westfalen-Blatt“, die bisherige Meldepflicht sei im Hinblick auf den Erregernachweis nicht mehr sinnvoll. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Freitag sagte sie zudem, nur bei einem der von den Ärzten gemeldeten Patienten sei das neue Grippevirus auch wirklich in einem Test nachgewiesen worden. Während zu Beginn der Epidemie noch jeder Patient getestet worden sei, würde die Diagnose inzwischen häufig nur anhand der Symptome gestellt.
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Nach dem Tod eines gegen Schweinegrippe geimpften Mannes in Wuppertal hat die dortige Staatsanwaltschaft die Leiche des 46-Jährigen obduzieren lassen. Dabei wurden am Freitag keine Hinweise festgestellt, dass der Tod durch die Impfung verursacht wurde, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag sagte. Laut der Obduktion war ein plötzlicher Herzstillstand die Todesursache. Zudem war der Mann lungenkrank und hatte an Allergien gelitten.
Damit sind in Deutschland den Angaben zufolge 14 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Weit mehr als 50.000 Erkrankungen wurden seit April dem RKI gemeldet.
Trotzdem hält nur jeder vierte Deutsche einer neuen Erhebung zufolge derzeit eine Schutzimpfung für nötig. 43 Prozent der Befragten würden sich auf keinen Fall gegen die Schweinegrippe impfen lassen, ergab eine Umfrage von Infratest dimap für den Deutschlandtrend der ARD. Mitte Oktober waren es noch 39 Prozent.
28 Prozent der 1.000 Befragten würden wahrscheinlich nicht zur Impfung gehen. 27 Prozent waren es vor einem Monat. Nur 14 Prozent würden sich wahrscheinlich den Impfschutz abholen - im Oktober waren es noch 19 Prozent.
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