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| Hans-Peter Friedrich /dpa |
Würden die Reformpläne der FDP umgesetzt, würden damit zwei Drittel der Bevölkerung zu Empfängern staatlicher Transferleistungen werden, kritisierte der CSU-Politiker im „Hamburger Abendblatt“ vom Freitag. Dies werde die CSU nicht mitmachen, bekräftigte er die ablehnende Haltung seiner Partei. „Auch künftig sollte der Krankenkassenbeitrag jedes Bürgers von seiner individuellen Leistungsfähigkeit abhängen. Das ist unsere feste Überzeugung.“
„Der Gesundheitsminister hat unsere volle Unterstützung, wenn es darum geht, die Transparenz und Effizienz des Systems zu verbessern“, sagte er, fügte aber hinzu: „In seinen Überlegungen zur Kopfpauschale steckt ein Denkfehler.“
Kritik an den FDP-Plänen übte auch der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem. Er wies am Freitag im Deutschlandradio Kultur darauf hin, dass die Einführung einer Kopfpauschale Besserverdienende entlasten würde. Die Einnahmeausfälle müssten dann durch staatliche Zahlungen in Höhe von rund 15 Milliarden Euro jährlich ausgeglichen werden. Dies werde schwierig werden - besonders angesichts der Steuersenkungspläne der Koalition.
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Angesichts der erwarteten Mindereinnahmen forderte der Vorstandschef der Betriebskrankenkasse BKK Gesundheit, Thomas Bodmer, einen Schutzschirm für die gesetzlichen Krankenversicherer nach dem Vorbild der Banken. Damit sollten unter anderem die bis zu 4,5 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Kurzarbeit ausgeglichen werden, sagte er der „Wetzlarer Neuen Zeitung“ vom Freitag.
Ansonsten drohen laut Bodmer flächendeckend Zusatzbeiträge und Kasseninsolvenzen. Der Schätzerkreis der Krankenversicherer geht davon aus, dass den Kassen im kommenden Jahr 7,5 Milliarden Euro fehlen.
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