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Krankenversicherte müssen mit Zusatzbeitrag rechnen

Dienstag, 17. November 2009

Berlin – Gesetzlich Krankenversicherte müssen sich 2010 auf einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich sechs Euro im Monat einstellen. Das berichtet die „Berliner Zeitung“ vom Dienstag unter Berufung auf erste Berechnungen von Krankenkassen, die den Kompromiss zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über einen höheren Steuerzuschuss berücksichtigen. Einen Betrag in dieser Höhe müssten die Versicherten unabhängig von ihrem Einkommen zahlen.

Nach dem zwischen Schäuble und Rösler ausgehandelten Kompromiss werden den Kassen 2010 wegen der Wirtschaftskrise zusätzlich 3,9 Milliarden Euro überwiesen. Damit verringert sich das erwartete Defizit von 7,5 auf 3,6 Milliarden Euro.

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Zusatzbeiträge zur Deckung der Lücken werden von den Experten vor allem bei den Betriebs- und den Ersatzkrankenkassen erwartet. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) profitierten dagegen vom Gesundheitsfonds und können derzeit Rücklagen aufbauen, um damit 2010 Zusatzbeiträge zu vermeiden.

Linke-Vize Klaus Ernst forderte eine Abschaffung der Zusatzbeiträge und der Praxisgebühr. Ernst bezeichnete die Zusatzbeiträge als „kleine Kopfpauschalen“, die den Einstieg in den Ausstieg aus der solidarischen Krankenversicherung bedeuteten. Das treffe vor allem sozial Schwache und Arbeitslose hart. © ddp/aerzteblatt.de

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