Suchen in

  • Archiv
  • News
  • Foren
  • Blogs
  • Preise
2.861 News Ausland

Ausland

Weltbevölkerungsbericht: Gesundheit muss stärker gefördert werden

Mittwoch, 18. November 2009

Berlin/Paris – Zum erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel bedarf es weltweit einer besseren Familienplanung, konsequenten Gesundheitspolitik und einer stärkeren Frauenförderung. So lautet die Schlussfolgerung des Weltbevölkerungsberichts 2009, den der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am Mittwoch – rund drei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen – in Berlin vorstellten.    

Anzeige

Laut DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr werden in den Entwicklungsländern jährlich nach wie vor 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Das Bevölkerungswachstum drohe in vielen Regionen zur Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland zu führen und damit die Folgen des Klimawandels zu verschärfen. Für die armen Länder entstünden dadurch zusätzliche Hürden beim Kampf gegen die Armut und der Umsetzung von Entwicklungszielen.  

UNFPA-Vertreterin Bettina Maas erklärte, arme Frauen in armen Ländern seien am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen hätten. Frauen müsse dabei geholfen werden, „selbstständig Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen“. Gefragt sei vor allem mehr Unterstützung bei Bildung und Gesundheit. Mädchen mit einer höheren Schulbildung beispielsweise hätten später eher kleinere und gesündere Familien.

Schnelles Bevölkerungswachstum und Industrialisierung im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts haben dem Bericht zufolge zu einem raschen Anstieg klimaschädlicher Treibhausgas-Emissionen geführt. Ein langsameres Bevölkerungswachstum helfe, sich kurz- und mittelfristig besser an Klimaveränderungen anzupassen, denn langfristig trage es zur Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) bei. Nach Einschätzung von Experten würden bei einem Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 auf acht Milliarden anstelle der bislang projizierten neun Milliarden Menschen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen weniger CO2 freigesetzt. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

  • Drucken
  • Kommentieren
  • Teilen
  • Versenden
  •  
    Merken

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste