Weltbevölkerungsbericht: Gesundheit muss stärker gefördert werden
Mittwoch, 18. November 2009
Berlin/Paris – Zum erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel bedarf es weltweit einer besseren Familienplanung, konsequenten Gesundheitspolitik und einer stärkeren Frauenförderung. So lautet die Schlussfolgerung des Weltbevölkerungsberichts 2009, den der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am Mittwoch – rund drei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen – in Berlin vorstellten.
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Laut DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr werden in den Entwicklungsländern jährlich nach wie vor 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Das Bevölkerungswachstum drohe in vielen Regionen zur Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland zu führen und damit die Folgen des Klimawandels zu verschärfen. Für die armen Länder entstünden dadurch zusätzliche Hürden beim Kampf gegen die Armut und der Umsetzung von Entwicklungszielen.
UNFPA-Vertreterin Bettina Maas erklärte, arme Frauen in armen Ländern seien am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen hätten. Frauen müsse dabei geholfen werden, „selbstständig Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen“. Gefragt sei vor allem mehr Unterstützung bei Bildung und Gesundheit. Mädchen mit einer höheren Schulbildung beispielsweise hätten später eher kleinere und gesündere Familien.
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