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US-Bischöfe wollen Gesundheitsdebatte weiter kritisch begleiten

Donnerstag, 19. November 2009

Baltimore – Die katholische US-Bischofskonferenz hat mehrere Dokumente zu ethischen Fragen und zur umstrittenen Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama verabschiedet.

In ihrem Dokument über moderne Reproduktionstechnologien betonen die Bischöfe, die Kirche fühle mit Paaren, die unter Unfruchtbarkeit zu leiden hätten, und wolle sie in ihrer Situation unterstützen.

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Allerdings seien Technologien wie künstliche Befruchtung, Ei- und Samenspende, Klonen und Einfrieren von Embryonen als ethisch nicht legitim abzulehnen. Dagegen setzen sie eine „Bandbreite“ ethisch verantworteter Methoden, darunter Hormon- und Eileiterbehandlungen sowie Behandlungen zur Behebung männlicher Unfruchtbarkeit.

In neuen ethischen Richtlinien für die katholische Krankenpflege sprechen sich die Bischöfe erneut dafür aus, Wachkomapatienten durch Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr am Leben zu erhalten. Eine Ausnahme bestehe lediglich für Patienten, deren Tod nicht mehr aufzuhalten sei, so der Bericht. Diese Entscheidung ist in den USA umstritten, da bei lebenserhaltenden Maßnahmen häufig der Wunsch des Patienten nicht befolgt werde.

In einem Schreiben zur Gesundheitsreform kündigte der Bischofskonferenzvorsitzende, Kardinal Francis George, an, die Bischöfe würden in den kommenden Tagen die Senatsdebatte zum Thema kritisch verfolgen. Der Senat müsse ebenso wie das Repräsentantenhaus per Gesetz garantieren, dass keine Steuergelder für Abtreibungen verwendet werden dürfen.

Zuletzt hatten die Bischöfe die fast einstimmige Entscheidung des Repräsentantenhauses gelobt, jede Finanzierung von Abtreibungen mit öffentlichen Geldern abzulehnen. Sie kündigten an, die konkrete Ausgestaltung der Gesundheitsreform und vor allem ihre Auswirkungen auf die Armen und sozial Schwächsten wachsam und kritisch zu verfolgen. © kna/aerzteblatt.de

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