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Kliniken droht massiver Fachkräftemangel

Donnerstag, 19. November 2009

Düsseldorf – Der Fach­kräfte­mangel in den Kliniken wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Darauf verwies Udo Janssen, Vorstand des Deutschen Kranken­haus­instituts (DKI), beim 32. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf. Demnach können die Krankenhäuser in Deutschland bereits heute mehr als 4.000 offene Stellen im ärztlichen Dienst nicht besetzen.

Bis 2017 würden zudem voraussichtlich knapp 20.000 Klinikärzte aus Altersgründen aus dem Berufsleben ausscheiden, was zu einer weiteren Verschärfung der Arbeitsbelastung des Klinikpersonals führe.

„Das Personal im Krankenhaus ist durch den demografischen Wandel und dem einhergehenden Fachkräftemangel einer hohen Veränderungsdynamik ausgesetzt“, so Jansen. Deshalb sei es nicht nur zwingend notwendig, bestehende Prozesse zu optimieren, sondern die Kliniken müssten die Arbeit auch neu verteilen.

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Neben dem „Arbeitsmarkt Krankenhaus“ standen zudem aktuelle Entwicklungen im Pflegemanagement im Mittelpunkt des zweiten Kongresstages. „Die Dynamik des Gesundheitswesens konfrontiert den Pflegeberuf mit drastisch gestiegenen Herausforderungen“, betonte Andrea Braun von Reinersdorff von der Fakultät für Wirtschaft und Sozialwissenschaften der Fachhochschule Osnabrück.

Diese Entwicklung lege eher die Berufsbezeichnung eines Healthcare-Professionals als die eines Krankenpflegers oder einer Krankenschwester nahe. Nach Ansicht der Wissenschaftlerin bedürfen die Pflegeberufe im Spitzenbereich daher zunehmend einer akademischen Ausbildung, weil sie in vielen Fällen anspruchsvolle Führungs- und Steuerungsaufgaben übernehmen müssen. © hil/aerzteblatt.de

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Grosswardeyn
am Mittwoch, 25. November 2009, 09:52

Paradoxe Markterscheinung

Deutsche Krankenhäuser lassen zwar für teueres Geld schematische, nichtssagende Annoncen in die Welt gehen, doch sind sie eigentlich an Nichteinstellung und Ausbeuten bereits Angestellter interessiert.
Angeblich sind in BRD KHer nur an Ärzten 4000 zu wenig.
Ich (Psychiater, früher Hochbeamteter, Sprecher von 10 Sprachen, 58 J.) und meine Gattin (Pädiaterin und Schulhygienikerin, 53 J.) suchen seit über 2 Jahren vergebens um eine Anstellung...
In der römisch-katholischen Kirche gibt es in Europa kaum noch Priester, doch beharrt das Papsttum 500 Jahre nach der Reformation und 200 Jahre nach der Uniuon östlicher Kirchen noch immer am Coelibat. (Trockene Scheinmessen durch sog. Pfarreireferenten sind inzwischen zugelassen.) Die deutsche Bischöfe lassen Afrikaner und Polen importieren.)
Es gibt also keine Arbeitsmarktgesetze, nur zunehmende Nachteile für Patientern und Ärzte: etwa das unendliche und gefährliche Warten.
chrox
am Freitag, 20. November 2009, 15:36

Unfug!

Ich stimme meinem Vorkommentator vollkommen zu.

Frau Braun v. R. meint also sich kompetent dazu äußern zu können.
Das ich nicht lache. Eine promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat doch nie in ihrem Leben ein Krankenpflegepraktikum absolviert. Sonst würde Sie nicht so einen Quatsch verzapfen. Bei höheren Durchlassraten im KH und mehr pflegebedürftigen brauchtss einfach mehr Stellen in der Krankenpflege, dafür demonstriert die Pflege ja auch regelmäßig. Dafür gilt es sich politisch stark zu machen. Stattdessen wird hier von "Healthcare-Professionals" gefaselt. So ein Unsinn!
So eine Anmaßung, Jahrhunderte alte Berufsbezeichnungen einfach für überholt zu erklären. Was wir im Gesundheitswesen vor allem brauchen ist: weniger Dummschwätzer, mehr Leute die einfach anpacken!
Mr.White
am Donnerstag, 19. November 2009, 20:04

Health Care Professionals

In England auch so: Die ganzen akademischen Krankenschwestern steuern und führen feste drauf los und die Pflege wird mehr und mehr den Hilfskräften überlassen. Böse Zungen behaupten, daß die Qualität zumindest nicht gestiegen ist. Artikel dazu in einem kürzlichen "Guardian"
Akademiker wollen freilich auch so bezahlt werden. Da bin ich mal gespannt wieviel mehr an Kohle es dann gibt für das führende Pflegepersonal "im Spitzenbereich" und vor allem, wo da Geld herkommt.

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