Brüssel – In der Europäischen Union erhalten Patienten nicht überall gleichermaßen Zugang zu homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln. Grund hierfür ist eine unzureichende Gesetzgebung.
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So lautet das Ergebnis eines vom Europäischen Verband der homöopathischen und anthroposophischen Arzneimittelhersteller (Echamp) veranstalteten Symposiums in Brüssel. „Wir benötigen dringend harmonisierte Rahmenbedingungen, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht werden zu können“, mahnte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (EP), Dagmar Roth-Behrendt.
Etwa 100 Millionen EU-Bürger greifen nach Angaben von Echamp regelmäßig auf homöopathische und anthroposophische Arzneimittel zurück. Der Anteil der Produkte am nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimittelmarkt betrage rund sieben Prozent.
Unterschiedliche nationale Regelungen und restriktive EU-Vorschriften behinderten indessen den freien Warenverkehr im europäischen Binnenmarkt, kritisierte Echamp-Präsident Nand de Herdt. „Zahlreiche Produkte, die sich seit Jahren bewährt haben, erhalten aufgrund unangemessener Qualitätsvorgaben keinen Registrierung oder Marktzulassung.“ Die europäischen Hersteller liefen Gefahr, ihre globale Führungsposition auf dem Markt der homöopathischen und anthroposophischen Arzneimittel zu verlieren, so de Herdt.
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Projekt CAMbrella an der Technischen Universität München
Eine kleine Ergänzung zu diesem Artikel:
Das Projekt, um das es hier geht, hat den Titel CAMbrella. Die TU München koordiniert es und hat zu diesem Zweck 1,5 Mio. Euro Förderung von der EU erhalten.
Projektleiter sind Dr. Wolfgang Weidenhammer, Mitarbeiter des Zentrums für naturheilkundliche Forschung an der TU München und PD Dr. Dieter Melchart, Leiter des Zentrums.
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