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Getrennte siamesische Zwillinge auf dem Wege der Besserung

Montag, 23. November 2009

Melbourne – Die beiden in einer 32-stündigen Marathonoperation in Australien getrennten siamesischen Zwillingsmädchen sind allem Anschein nach über den Berg. Nach der fast dreijährigen Trishna erwachte auch ihre Schwester Krishna aus dem künstlichen Koma.
Die neurologischen Befunde der knapp Dreijährigen seien gut. Pfleger wollten die Bettchen der beiden möglichst bald zusammenstellen, damit die Mädchen einander erstmals in ihrem Leben als eigenständige Personen sehen und berühren können.

Nach ihrem Erwachen habe sie Krishna stundenlang auf dem Schoß gehalten, berichtete Kelly von der Stiftung Children First Foundation. „Es war das erste Mal, dass jemand sie allein im Arm hielt. Man muss keine Mutter sein, sondern einfach nur ein Mensch um sich vorzustellen, was für ein besonderer Moment das war.“

Die Schädel, Gehirne und Blutgefäße der beiden aus Bangladesch stammenden Mädchen waren zusammengewachsen, die Vorbereitung der höchst komplizierten Trennung mitsamt Vor-Operationen hatte zwei Jahre in Anspruch genommen.

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Ursprünglich war der Trennungs-OP nur eine Erfolgschance von 25 Prozent gegeben worden. Mit Blick auf die Zukunft von Krishna und Trishna sagte Kelly:  „Noch sind die beiden auf der Intensivstation und werden dort auch noch eine Weile bleiben.“ Alles weitere werde sicher nicht einfach, „aber die Mädchen leben, und sie sind normal, mein Gott. 'Wunder' ist so ein wundervolles, schönes Wort - aber selbst dieses Wort reicht noch nicht aus.“

Die in Armut lebende 22-jährige Mutter von Krishna und Trishna, Lovely Mallick, sagte der unter Tränen, als sie von der Operation erfahren habe, sei sie zum Beten in den Tempel gegangen. Sie wünsche sich die vollständige Genesung ihrer Kinder und dass sie einst ein ganz normales Leben führen könnten. „Ich will sie sehen. Ich will mich um sie kümmern. Ich will nach Australien.“ © afp/aerzteblatt.de

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