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Vermeintlicher Wachkoma-Patient jahrzehntelang bei Bewusstsein

Montag, 23. November 2009

Hamburg –  Ein vermeintlicher Wachkoma-Patient aus Belgien hat einem Medienbericht zufolge mehr als zwei Jahrzehnte lang unbemerkt bei fast vollem Bewusstsein verbracht – er war all die Jahre nur gelähmt. Wie der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatten Ärzte und Pfleger den heute 46-jährigen Rom Houben nach einem schweren Unfall im Jahr 1983 fälschlich als Wachkoma-Fall eingestuft, das Bewusstsein des einstigen Kampfsportlers und Studenten galt als erloschen.

Erst eine neue Untersuchung an der Universität Lüttich brachte ans Licht, dass es sich nicht um ein Koma, sondern um eine Lähmung handelte: Aufnahmen eines Spezial-Röntgengeräts zeigten dem Blatt zufolge, dass Houbens Gehirn fast vollständig funktionsfähig geblieben war.

Inzwischen kann sich Houben über einen Computer mit Spezialtastatur mitteilen, wie das Nachrichtenmagazin schreibt. Beim Erwachen nach dem Autounfall habe ihm sein Körper nicht mehr gehorcht, berichtete Houben: „Ich habe geschrieen, aber es war nichts zu hören.“

Hilflos habe er miterleben müssen, wie Ärzte und Pfleger ihn ansprechen wollten, schließlich aber die Hoffnung aufgaben. Er selbst habe nur die Möglichkeit gehabt, in seinen Gedanken in die Vergangenheit oder in ein besseres Dasein zu flüchten: „Ich habe mich weggeträumt“, schreibt Houben.  

Dem „Spiegel“ zufolge veröffentlichte der Neurologe Steven Laureys, der Houbens neue Untersuchung leitete, im Sommer eine Studie, derzufolge es erschreckend viele Wachkoma-Fehldiagnosen gibt. In rund 40 aller nur noch als vegetativ eingestuften Fälle seien bei gründlicher Prüfung noch Bewusstseinsreste nachweisbar. Di Patienten seien zeitweise ansprechbar, bei guter Behandlung ließen sich demnach deutliche Fortschritte erzielen. © afp/aerzteblatt.de

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adonis
am Dienstag, 24. November 2009, 07:54

Na, dann kann er nur froh sein,

keinen Organspendeausweis bei sich gehabt zu haben!!

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