Schwere allergische Reaktionen nach Schweinegrippe-Impfung in Kanada
Mittwoch, 25. November 2009
Genf – Nach der Impfung gegen das Schweinegrippe-Virus ist es bei zahlreichen Patienten in Kanada zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die kanadischen Behörden hätten eine Impfstoff-Charge des Herstellers GlaxoSmithKline zurückgerufen und führten Untersuchungen durch, nachdem es zu einer „ungewöhnlichen“ Häufung von allergischen Reaktionen auf die Impfung gekommen sei.
In Kanada wird mit dem Impfstoff Arepanrix gegen Schweinegrippe geimpft. Nach Angaben der Herstellerfirma GlaxoSmithKline (GSK) ist er „sehr ähnlich, aber nicht identisch“ mit dem Impfstoff Pandemrix, der bei der Immunisierung der deutschen Bevölkerung zum Einsatz kommt. Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO sagte am Dienstag in Genf, es müsse „geklärt werden, was in Kanada passiert ist“. Die WHO-Empfehlungen zur Impfung gegen das Virus A/H1N1 blieben jedoch unverändert bestehen.
GSK-Sprecherin Gwenan White sagte, ihre Firma habe die kanadischen Gesundheitsbehörden bereits schon am 18. November informiert. Von den 7,5 Millionen an Kanada gelieferten Impfdosen sei möglicherweise nun eine Charge mit 172.000 Einheiten betroffen. Wie viele davon möglicherweise schon benutzt wurden, sagte White nicht.
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