Vancouver – Die Einnahme von Schlaftabletten oder Beruhigungsmitteln, aber auch Medikamente gegen Depressionen erhöhen bei älteren Menschen das Risiko von schweren Stürzen, die im Alter mit einer hohen Morbidität und Mortalität einhergehen. Experten raten den Archives of Internal Medicine (2009; 169: 1952-1960) zu einer zurückhaltenden Verordnung.
Mehr als 30 Prozent aller Menschen über 65 Jahre stürzen mindestens einmal im Jahr. Dabei erleiden sie nicht selten Verletzungen und Knochenbrüche, die eine Hospitalisierung erforderlich machen. Nicht weniger als 85 Prozent aller verletzungsbedingten Klinikbehandlungen und 40 Prozent aller Einweisungen in Pflegeheime werden durch Stürze von Senioren ausgelöst, berichten John Woolcott und Mitarbeiter von der Universität Vancouver.
Die Ursachen für die Stürze sind vielfältig. Nicht selten werden sie aber durch Medikamente begünstigt. Dies war vor zehn Jahren bereits Gegenstand einer Meta-Analyse (RM Leipzig et al. J Am Geriatr Soc 1999; 47: 30-9 und 40 bis 50). In der Zwischenzeit wurden 22 weitere Studien publiziert.
zum Thema |
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.