Tübingen – Die Gene Alpha-Synuclein (SNCA) und MAPT sind Risikofaktoren für die Parkinson-Erkrankung. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler um Thomas Gasser im Hertie-Institut für klinische Hirnforschung an der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Andrew Singleton und weiteren amerikanischen Forschern des National Institute of Health (NIH). Die Forscher publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Nature Genetics (doi.org/10.1038/ng.487).
Die Mitarbeiter von Gasser und Singleton testeten mehr als 500.000 DNA-Sequenzen von 13.500 Probanden aus den USA, Deutschland und Nordeuropa. Dabei verglichen sie die DNA-Veränderungen von 5.074 Parkinson-Patienten mit denen von 8.549 gesunden Probanden.
Die Parkinson-Erkrankung lässt sich in eine seltenere familiäre Form (fünf Prozent der Erkrankten) und eine sporadische Form (95 Prozent) unterteilen. Bereits bekannt war, dass Mutationen in SNCA zu der selteneren, familiären Form von Parkinson führen.
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Die Arbeit der Wissenschaftler beweist, dass die häufige, sporadische Erkrankung ursächlich mit der selteneren, familiären Erkrankung zusammenhängen kann, da zwei der identifizierten Risikovarianten auf Gene zurückzuführen sind, die bereits mit der familiären Parkinson-Erkrankung in Zusammenhang stehen.
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