MHH implantiert zum ersten Mal neue Mittelohrprothese
Mittwoch, 25. November 2009
Hannover – Ärzte der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben erstmals einem Patienten ein neues Hörsystem implantiert. Der Direct Acoustic Cochlear Stimulator (DACS-System) ermöglicht laut MHH eine direkte Ankopplung an das Innenohr, so dass bestehende Schallleitungsprobleme im Mittelohr umgangen werden können.
Anzeige
„Mit dem neuen Hörsystem ist es möglich, Patienten zu behandeln, denen wir bislang nicht helfen konnten“, erklärt Thomas Lenarz, Direktor der HNO-Klinik und des Hörzentrums Hannover der MHH. Das betreffe Menschen mit einer mittel- bis hochgradigen kombinierten Schwerhörigkeit. Diese Patienten verfügen Lenarz zufolge über ein ausreichendes Restgehör, haben aber Probleme bei der Schalleinleitung durch das Mittelohr.
„Die Patienten sind also auf dem betroffenen Ohr funktionell taub“, so der Mediziner. Luft- und Knochenleitungshörgeräte würden ihnen nicht weiterhelfen, für ein Cochlea-Implantat sei das Gehör noch zu gut.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.